Die Stiftung Warentest hat Kombipräparate getestet.

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Kombipräparate oft wirkungslos
12/20/2016

Kombipräparate oft wirkungslos

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Für jedes Symptom gibt es das passende Mittel. Die Stiftung Warentest hat die gängigsten Präparate untersucht und gibt Empfehlungen.

Nicht jedes Produkt, das in Apotheken und Drogeriemärkten angeboten wird, ist eine gute Wahl. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest nach einer Analyse rezeptfreier Mittel gegen Schnupfen, Husten, Hals­schmerzen und Fieber. Es zeigt sich: Das Problem mit den

Erkältungspräparaten

ist vielschichtig.

Kombipräparate oft wirkungslos

Zum einen halten viel­verkaufte und intensiv beworbene Kombiprä­parate wie Grip­postad C oder Wick MediNait nicht, was sie versprechen. Die simultane Linderung verschiedenster Symptome durch den diversen Wirkstoffgehalt ist laut Stiftung Warentest kritisch zu bewerten. Hauptgrund sei, dass Beschwerden wie Halsweh, Schnupfen oder Husten nicht immer in gleicher Konstellation oder zeitgleich auftreten. Bestimmte Symptome auf Verdacht mit Kombinationspräparaten präventiv mitzubehandeln, ist daher nicht sinnvoll und bringt oft eine Reihe von Nebenwirkungen im ganzen Körper mit sich. Bei akutem Schnupfen empfiehlt es sich daher zum Nasenspray zu greifen, kratzt der Hals, helfen Lutschpastillen.

Genesung braucht Zeit

Sich von Erkältungsmitteln Wunder zu erwarten ist laut Stiftung Warentest ohnehin ein überhöhter Anspruch des Konsumenten. Selbst die besten Mittel können Erkältungs­beschwerden nur lindern. Die Ursache der Beschwerden, Grippe- und Erkältungsviren, kann nicht unmittelbar auskuriert werden. Das muss der Körper mit den Abwehr­kräften selbst leisten. Und das braucht Zeit. Lindern könne man die Symptome jedoch allemal.

Fieber hat eine wichtige Funktion

Bei Fieber (Körpertemperatur über 38 Grad, gemessen im Po - hohes Fieber ab 39 Grad), verschreiben Ärzte gerne fiebersenkende Mittel. Obwohl Fieber den Menschen schwächt, hat es eine wichtige Funk­tion: Es hilft dem Immun­system, Viren zu töten. Gefähr­lich für die Betroffenen wird es erst ab etwa 42 Grad. Dann drohen Organschäden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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