Wellness
12.09.2017

Sitzen: So oft sollten Sie sich zwischendurch bewegen

Langes und dauerhaftes Sitzen schadet der Gesundheit in noch größerem Ausmaß als bisher angenommen. Das belegen US-Forscher mit einer aktuellen Studie.

Je länger man am Stück sitzt, desto höher ist das Risiko eines verfrühten Todes, berichten Forscher der Columbia University. Untersucht wurden knapp 8.000 Personen, die allesamt über 45 Jahre alt waren. Erwachsene, die ein bis zwei Stunden täglich saßen, ohne sich zwischendurch zu bewegen, wiesen ein deutlich höheres Risiko eines verfrühten Todes auf, als Menschen, deren Inaktivität häufiger unterbrochen wurde. Die Gesamtdauer des Sitzens war unerheblich.

Muster der Inaktivität entscheidend

"Wir neigen dazu, sitzendes Verhalten lediglich als Summe der Zeit zu sehen, die wir täglich sitzen", erklärt Studienleiter Keith Diaz. Dabei hätten Studien in der Vergangenheit bereits belegt, dass das Muster der Inaktivität einen Einfluss auf den dadurch verursachten gesundheitlichen Schaden hat.

Der Rat der Experten: Sich die Beine zu vertreten sollte alle 30 Minuten Pflicht sein. Im Rahmen der Studie wiesen Probanden, die sich in diesem zeitlichen Intervall bewegten, die geringste Wahrscheinlichkeit eines verfrühten Todes durch unterschiedlichste Ursachen auf.

"Wenn Sie also einen Job oder Lebensstil haben, bei dem man für längere Zeitabschnitte sitzen muss, legen wir nahe halbstündlich eine Bewegungspause einzulegen", rät Keith Diaz. Diese Verhaltensänderung könnte sich positiv auf die Lebenserwartung auswirken.

Weitere Untersuchungen seien vonnöten, um die förderlichen Intervalle und die ideale Dauer der Bewegung zwischendurch exakt zu bestimmten.