Warum ungemachte Betten gesünder sind

Ein ungemachtes Bett hat auch Vorteile.
Menschen, die morgens ihr Bett machen, gelten als besonders diszipliniert. Warum das vorschnelle Abdecken der Matratze ungesund sein kann.

Der Grund dafür könnte bei vielen Menschen zu akuter Gänsehaut führen. Denn es geht um Hausstaubmilben. 2005 fanden Forscher der Londoner Kingston University heraus, dass sich die Spinnentiere in gemachten, aufgeräumten Betten viel wohler fühlen. Das liegt daran, dass man durch das Falten der Bettdecken und Abdecken der Matratze den perfekten Lebensraum für die Tierchen schafft.

Dunkelheit, etwas Feuchtigkeit und Wärme machen den Milben das Leben leicht. Im mehr oder weniger luftversigelten Raum können sie sich gut vermehren und ihre Ausscheidungen hinterlassen. Bleibt die Decke nach dem Aufstehen offen, lässt das die in der Decke gespeicherte Körperwärme und Feuchtigkeit verpuffen und Sonnenlicht an die Laken. Feindliche Bedingungen für die Milben, denn Trockenheit und Kälte mögen sie gar nicht gern.

"Wir wissen, dass Milben nur überleben können, wenn sie Wasser aus der Atmosphäre aufnehmen können. Dafür nutzen sie kleine Drüsen an der Außenseite ihres Körpers. Lässt man das Bett in der Früh ungemacht, so wird die Feuchtigkeit aus dem Bettzeug und der Matratze entfernt, die Milben dehydrieren und sterben schließlich", so Dr. Stephen Pretlove, Autor der Studie aus dem Jahr 2005.

Idealerweise sollte man die Decken und Pölster vor dem Aufbetten also erst aufschütteln und dann gut auskühlen und auslüften lassen.

Das Bett als Milbenparadies

Der größte Anteil der Hausstaubmilben befindet sich im Bett. Dort sind zu gleichen Teilen die Matratze und das Oberbett betroffen. Die höchste Konzentration findet sich in Matratzen und Kopfkissen, weil dort reichlich Hautschüppchen als Futter sowie viel Feuchtigkeit vorhanden sind.

Mehr als jeder dritte Allergiker leidet unterdessen unter den Ausscheidungen der Hausstaubmilbe. Ausgelöst wird die Allergie aber nicht durch den Hausstaub direkt, sondern durch Eiweißstoffe im Kot von Hausstaubmilben, die in dem Staub leben. Auch Teile ihres Panzers können allergische Reaktionen auslösen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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