Wellness
15.05.2017

Feng Shui: Darum sollte das Bett nicht an der Wand stehen

Im Interview mit mydomaine.com erklärt Feng-Shui-Expertin Laura Cerrano, wo das Bett im Schlafraum stehen sollte, und wo nicht.

Ist das Schlafzimmer erst einmal eingerichtet, macht man sich meist keine Gedanken mehr über die Raumaufteilung. Ein Fehler, wie Feng-Shui-Beraterin Laura Cerrano erklärt. Besonders dann, wenn man den Raum nur anhand praktischer Kriterien möbliert hat.

Wo das Bett stehen sollte

Wenn es um den idealen Standort fürs Bett geht, sollte man das Augenmerk auf Symmetrie legen. Das bedeutet konkret, dass auf beiden Seiten des Bettes gleich viel Platz zur Wand bestehen sollte. "Das steht symbolisch dafür, dass man für sich selbst und den Partner die gleiche Menge an Raum schafft", schildert Cerrano. Vor allem bei länglich geschnittenen Schlafzimmern ist das oft nicht ganz leicht umzusetzen. Die Feng-Shui-Expertin empfiehlt aber, sich so gut es geht an dem Prinzip zu orientieren. "Manchmal lassen die Maße des Schlafzimmers diese Anordnung nicht zu, also muss man zumindest die Absicht verfolgen, Platz zu schaffen. Selbst wenn man nur drei Zentimeter Abstand zwischen Bett und Wand hat, ist das besser als gar nichts."

Hat man die räumlichen Möglichkeiten, können auch zwei Nachtkästchen mit jeweils einer Nachttischlampe förderlich fürs Schlafklima sein. Auch das schaffe laut Cerrano ein "Gleichgewicht im Raum".

Auch die Ausrichtung des Bettes in Bezug auf die Tür ist wesentlich: "Eine ideale Position wäre, dass man die Türe vom Bett aus gut im Blick hat, dabei aber nicht zu 100 Prozent auf den Eingangsbereich ausgerichtet ist", beschreibt Cerrano. Hat man angeschlossen an das Schlafzimmer ein Bad, sollte das Bett ebenfalls nicht darauf ausgerichtet werden. "Einige Feng-Shui-Berater sagen, dass das Badezimmer mit dem Abfluss von Energie in Verbindung steht."

Weniger ist mehr

Nicht nur die Positionierung des Bettes an sich kann sich förderlich beziehungsweise kontraproduktiv auf die Schlummerstunden auswirken, auch die Menge an Möbeln und Dingen im Raum ist ausschlaggebend für Schlafqualität und Wohlbefinden. Das belegen sogar Studien. Forscher der St. Lawrence University fanden 2015 heraus, dass ein überladenes Schlafzimmer zu Schlafstörungen führen und Depressionen und Angstzustände befeuern kann. "Feng-Shui-Prinzipien laden dazu ein, elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer zu entfernen", fügt Cerrano hinzu. Auch Spiegel sollten aus dem Schlafraum eliminiert werden, will man der Feng-Shui-Lehre folgen. Obwohl es unterschiedliche Auffassungen über die Wirkung von Spiegelflächen gebe, sei man sich einig, dass zu viele Spiegel das Gleichgewicht im Raum stören können. Hier sei vor allem das individuelle Empfinden ausschlaggebend.

Ein Teppich im Schlafraum? Für viele unnütz, in der Feng-Shui-Lehre aber sinnvoll. Damit wird der Raum geerdet und harte und weiche Oberflächen werden in Einklang gebracht. Bettladen werden immer beliebter, Cerrano zufolge sollte unter dem Bett jedoch kein Krempel Platz finden: "Aus der Feng-Shui-Perspektive können Dinge, die unter dem Bett gelagert werden, den Energiefluss behindern."

Wer jeden Tag das Bett macht, in der Früh Licht in den Raum lässt und neutrale Farben für Einrichtung und Dekor wählt, kann das Feng-Shui-Konzept abrunden und optimale Bedingungen für einen geruhsamen Schlaf schaffen.