"Bitte nicht!": Diese 7 Dinge nerven Supermarkt-Mitarbeiter am meisten
Ehemalige Supermarkt-Mitarbeiter haben verraten, welche Verhaltensweisen von Kunden sie im Arbeitsalltag besonders gestört haben.
Blockierte Gänge durch abgestellte Einkaufswagerl, lange Warteschlangen an den Kassen oder der große Ansturm kurz vor Ladenschluss: Der Einkauf im Supermarkt kann sowohl für die Kundschaft als auch für Mitarbeitende schnell zur Geduldsprobe werden. Welche Verhaltensweisen stören das Personal eigentlich am meisten? Dem gingen die US-Medien The Kitchn und Business Insider nach und fragten bei ehemaligen Angestellten großer Supermarktketten nach ihren größten Aufregern.
Diese sieben Dinge machen Kunden besonders unbeliebt und erschweren Mitarbeitenden den Arbeitsalltag oft unnötig.
1. Einkaufswagerl mitten im Gang stehen lassen
Wenn sich mehrere benötigte Lebensmittel im selben Gang befinden, stellen viele gerne mal "schnell" das Einkaufswagerl oder auch den Einkaufskorb an Ort und Stelle ab, um die Produkte zu holen. Andere Kundinnen und Kunden müssen den Wagen dann beiseiteschieben oder sich hindurchzwängen, was den Einkaufsfluss erheblich stört. Vor allem dann, wenn mehrere unbeaufsichtigte Wagerl in einem Gang stehen.
Der Ex-Angestellte Pedro Richardson erklärt gegenüber Business Insider: "Manche Kunden vergessen, dass sie an einem öffentlichen Ort sind und anderen Leuten komplett den Weg versperren. Denkt immer daran, den Einkaufswagen bei euch zu behalten und anderen Kunden und ihren Wagen genug Platz zu lassen."
2. Einkaufswagerl nicht zurückstellen
Ebenfalls äußerst ärgerlich für Personal (und Kundschaft) sind Einkaufswagerl und Körbe, die nicht an ihren vorgesehenen Platz zurückgebracht werden. Nachfolgende Kundinnen und Kunden haben Mühe, eine Einkaufshilfe zu finden, während das Personal die verstreut abgestellten Wagen und Körbe nach Ladenschluss mühsam einsammeln muss.
3. Kinder ins Einkaufswagerl setzen
Ein weiteres Einkaufswagerl-No-Go sorgt ebenfalls regelmäßig für Ärger: Besonders kritisch sehen Mitarbeitende es, wenn Eltern ihre Kinder ins Einkaufswagerl setzen, obwohl kein Kinderklappsitz vorhanden ist. In solchen Fällen besteht ein erhöhtes Unfallrisiko.
"Es ist sonst nicht nur unhygienisch, sondern auch gefährlich. Der Wagen kann leicht kippen, wenn das Gewicht zu stark auf einer Seite gelagert ist", so die ehemalige Supermarktangestellte Joanne Archer im Gespräch mit Business Insider.
4. Obst und Gemüse drücken
Wer kennt es nicht: Gerade bei Avocados, Tomaten oder auch Nektarinen macht man schnell mal den "Reife-Test". Blöd nur, wenn täglich etliche Kunden Obst und Gemüse drücken, denn durch die entstehenden Druckstellen wird die Ware rasch matschig und kann oft nicht mehr verkauft werden.
Der Ex-Angestellte Richardson bringt es auf den Punkt: "Produkte anzudrücken ist sowieso schon eine schlechte Angewohnheit, aber manche Leute übertreiben es noch einmal, beschädigen sie und handeln dem Geschäft Verluste ein. Niemand will Tomaten oder Mangos mit Fingerabdrücken kaufen."
5. Ware irgendwo im Regal ablegen
Hat man im Supermarkt zum falschen Produkt im Regal gegriffen oder sich doch gegen den Kauf entschieden, ist die Versuchung oft groß, die Ware irgendwo abzulegen. Für das Personal ist genau das besonders ärgerlich, vor allem, wenn es verderbliche Lebensmittel betrifft. Auf Instagram berichtet eine Mitarbeiterin: "Ich hab mal eine Hose im Tiefkühlfach gefunden und ein Tiefkühlhähnchen bei der Schokolade. [...] Manche Menschen können sich wirklich nicht benehmen."
Joanne Archer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Gegenüber Business Insider berichtet sie: "Eine Glückwunschkarte im Tiefkühlfach? Eiscreme bei den Chips? Das sieht nicht nur unordentlich aus, sondern führt schlimmstenfalls dazu, dass Lebensmittel verderben und weggeschmissen werden müssen." Sie weist zudem darauf hin, dass sich derartige Verluste und die daraus entstehende Lebensmittelverschwendung letztlich negativ auf die Preisgestaltung auswirken können.
6. Kurz vor Ladenschluss einkaufen
Man betritt den Supermarkt oft schon mit einem unguten Gefühl, wenn es nur noch wenige Minuten bis Ladenschluss sind. Offenbar nicht ganz zu Unrecht, wie ehemalige Angestellte bestätigen: "Bitte geht nicht eine Minute vor Geschäftsschluss noch in den Supermarkt, um euren Wocheneinkauf zu machen", warnt die ehemalige Supermarkt-Mitarbeiterin Emmi Buck.
Auch wenn ein Geschäft offiziell noch geöffnet hat, sind viele Filialen nicht mehr darauf ausgelegt, Personal für umfangreiche Einkäufe bereitzustellen. Während das schnelle Besorgen einzelner Produkte meist kein Problem darstellt, gelten größere Wocheneinkäufe kurz vor Ladenschluss als echter Stressfaktor für das Personal.
7. Ware vor dem Kauf öffnen oder konsumieren
Wenn Kinder hungrig sind, wird schnell mal ein Salzstangerl aus der Backbox gereicht oder bei Durst ein Getränk geöffnet. Man zahlt ja am Ende sowieso dafür, also sollte es kein Problem sein, oder? Doch genau dieses Verhalten ist in vielen Supermärkten ein No-Go.
Denn rein rechtlich gehören die Produkte bis zur Bezahlung dem Geschäft und dürfen davor nicht konsumiert werden. Je nach Hausordnung kann das Verzehren vor dem Bezahlen sogar als Ladendiebstahl gewertet werden. Der ehemalige Mitarbeiter Albert Navarret erklärt dazu: "Öffnet keine Produkte, bevor ihr sie gekauft habt. Das ist einfach nur unhöflich. Auch wenn ihr vorhabt, es später zu kaufen, zu dem Zeitpunkt gehört es euch nicht."
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