Plötzlich trinken alle Kokoswasser: Ist der Hype berechtigt?
Kokoswasser gilt als gesundes Trendgetränk. Experten erklären, welche Vorteile es bietet, worauf beim Kauf zu achten ist und wo seine Grenzen liegen.
Eigentlich ist Kokoswasser längst nichts Neues. Doch in den sozialen Medien erlebt das Getränk derzeit ein überraschendes Comeback als Wellness-Trend. Zusätzlichen Auftrieb erhält der Hype durch den Matcha-Boom und Kreationen wie den „Coconut Matcha Cloud“.
Auffällig ist dabei, dass vielen jungen Menschen das Getränk offenbar gar nicht wirklich schmeckt. „It tastes so bad“, heißt es etwa in den Kommentarspalten auf TikTok. Trotzdem greifen zahlreiche Nutzer zu dem leicht trüben Kokoswasser und verdünnen es sogar mit Wasser oder Saft, damit es leichter zu trinken ist. Vor allem die Kombination aus Karottensaft (am besten frisch gepresst), reinem Kokoswasser und Eiswürfeln gilt als Sommer-Spaßgetränk, das für einen gesunden Glow und sofortige Hydration sorgen soll.
Doch bietet Kokoswasser tatsächlich so viele gesundheitliche Vorteile, wie auf Social Media häufig behauptet wird?
Wie gesund ist Kokoswasser wirklich? Das sagen Experten
Zahlreiche Ernährungswissenschaftler sind sich einig und sehen reines Kokoswasser grundsätzlich als gesundes Getränk an. Vorausgesetzt, man achtet beim Kauf auf Kriterien wie:
- kein zugesetzter Zucker
- keine Aromen oder Konservierungsstoffe
- möglichst wenig verarbeitet
Die meisten Kokoswasser sind transparent bis leicht trüb oder milchig. Manche Marken bieten jedoch Kokoswasser an, das leicht rosa gefärbt ist. Dieser Farbton gilt, sofern es sich um 100 Prozent reines Kokoswasser handelt, häufig als Hinweis darauf, dass das Produkt nur minimal verarbeitet wurde.
Kokoswasser nicht hydratisierender als Wasser
Die Mayo Clinic, eine gemeinnützige US-amerikanische Organisation für medizinische Versorgung, Forschung und Ausbildung, hat den Hype unter die Lupe genommen. Unter Berufung auf mehrere wissenschaftliche Untersuchungen kommt sie zu dem Schluss, dass Kokoswasser unter anderem Kalium, Magnesium und Calcium enthält. Die Elektrolyte können zur Flüssigkeitszufuhr beitragen, dennoch sei Kokoswasser nicht hydratisierender als normales Wasser.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die US-amerikanische Ernährungsberaterin Maxine Smith von der renommierten US-Klinik Cleveland Clinic. Demnach ist Kokoswasser ein kalorienarmes Getränk, das dank Kalium, Magnesium und Natrium nach dem Sport oder bei einer leichten Erkrankung sinnvoll sein kann. Gleichzeitig betont Smith jedoch, dass es den Körper vermutlich nicht besser mit Flüssigkeit versorgt als Wasser.
Was ebenfalls bedacht werden sollte: Kokoswasser enthält von Natur aus Zucker und sollte daher nicht als Ersatz für Wasser betrachtet werden.
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