Jugendwort des Jahres 2026: Diese 10 Wörter stehen zur Auswahl
Jugendwort des Jahres 2026: Bis zum 20. August läuft die Abstimmung über die Top 10. Am 10. Oktober fällt die Entscheidung – welches Wort gewinnt? (Symbolbild)
„Gammelfleischparty“ war das erste offizielle deutsche Jugendwort des Jahres. Dieses wurde 2008 gekürt und diente als scherzhafte – und zugegeben auch sehr provokante – Bezeichnung für eine Ü30-Party. Seither haben es Begriffe wie „YOLO“, „I bims“, „cringe“ oder „das crazy“ auf das Siegertreppchen des Langenscheidt-Verlags geschafft. Die Wahl zum Jugendwort des Jahres soll popkulturelle Einflüsse sichtbar machen und den aktuellen Sprachgebrauch junger Menschen abbilden.
Jugendwort 2026: So erfolgt die Abstimmung
Vor allem Musik und soziale Medien sind Nährböden für die Entstehung von kreativen und ungewöhnlichen Wortschöpfungen. Seit dem 28. Juli stehen nun die Top 10 für das Jugendwort des Jahres 2026 fest.
- Bis zum 20. August kann hier abgestimmt werden, anschließend werden vom 21. bis 27. August die Stimmen der Top 10 ausgewertet.
- Vom 28. August bis 28. September folgt die Abstimmung über die drei Finalisten.
- Finale: Am 10. Oktober 2026 wird schließlich das Jugendwort des Jahres während der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.
Das sind die Top 10
- 67: Durch TikTok, Basketball-Memes und dem Song „Doot Doot (6 7)“ ging der Trend viral. Mit der typischen Handbewegung dazu gilt: Wer's checkt, checkt's. Eine tiefere Bedeutung hat das Meme nicht. Der Ausdruck wird von Jugendlichen oft humorvoll in verschiedenen Kontexten verwendet, wodurch er zu einer Art Insider oder Running Gag geworden ist. Gerade die Absurdität hinter „67“ hat den Trend erst richtig ins Rollen gebracht und besonders bei der jungen Generation populär gemacht.
- Süper: Türkisch für „super“. Bekannt geworden durch ein virales Video eines Ultramarathonläufers, der nach seinem Lauf auf die Frage „Wie geht's dir?“ einfach mit „Süper“ antwortet. Seitdem sagt man „Süper“, wenn irgendwas richtig nice ist.
- Macker: Kann je nach Kontext Boyfriend, Crush, Kumpel oder einfach ein Typ sein. Das Wort gibt's schon lange, wird aber aktuell wieder häufiger – oft ironisch oder liebevoll – verwendet.
Beispiel: „Mein Macker kommt später vorbei.“ - Crashout: Komplett die Fassung verlieren, ausrasten oder emotional explodieren. Kann ernst gemeint sein oder ironisch, wenn jemand wegen einer Kleinigkeit völlig überreagiert.
Beispiel: „Wenn mein Akku gleich ausgeht, geh ich Crashout.“ - Peak: Wenn etwas Peak ist, dann ist es das Beste vom Besten. Der absolute Höhepunkt, maximale Qualität oder einfach 10/10.
Beispiel: „Das Finale war Peak.“ - Gute Käse: Ein humorvoller Ausdruck für „richtig gut“, „stabil“ oder „feier ich“. Hat keine wörtliche Bedeutung – gerade das macht den Reiz aus. Wird als Lob oder Zustimmung verwendet.
Beispiel: „Der Döner war gute Käse.“ - Digga: Der absolute Klassiker. Bedeutet je nach Situation Bro, Bruder, Kumpel – manchmal sogar einfach ein Ausruf. Kann fast jeden Satz anfangen oder beenden.
Beispiel: „Digga, was war das denn?!“ - Du bist gut genug: Ein viraler Song von Blumengarten, KitschKrieg und Shirin David, der sich auf TikTok und Co. rasant verbreitet hat. Inzwischen gibt es unzählige Memes, Remixe und Parodien – viele nennen ihn scherzhaft schon die „neue deutsche Nationalhymne“.
- Schere: Heißt so viel wie „Sorry, mein Fehler“. Kommt aus der Gaming-Szene und zeigt: Du hast’s verkackt, stehst aber dazu.
Beispiel: „Schere. Bin einfach abgetaucht ohne was zu sagen.“ - Ragebait: Content, der absichtlich triggern soll. Mit provokanten Takes, offensichtlichen Falschbehauptungen oder komplett wilden Meinungen wird versucht, Wut auszulösen – denn genau das bringt Kommentare, Shares und Reichweite. Je mehr du dich aufregst, desto besser funktioniert der Post.
Die Jugendwörter der letzten drei Jahre:
2025: „das crazy“ – Allzweckwaffe, wenn einem nichts Passendes einfällt oder man höflich bleiben will, um das Gespräch am Laufen zu halten.
2024: „Aura“ – bezieht sich auf die persönliche Ausstrahlung oder den Status, wird oft scherzhaft verwendet.
2023: „goofy“ – ein anderes Wort für tollpatschige, alberne Person oder Verhaltensweise.
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