Booking.com-Infos geleakt: Kriminelle haben Zugang zu Buchungsdaten
Booking-Kundendaten wurden offenbar geleakt: Nun versuchen Kriminelle an Kreditkarten-Daten zu gelangen.
Die Urlaubssaison hat begonnen, viele Österreicher stehen kurz vor ihrer Sommerreise. Genau das nutzen Kriminelle derzeit für eine besonders perfide Betrugsmasche. Nach einem mutmaßlichen Datenleck bei Booking.com sollen Buchungsdaten von Kunden im Internet gelandet sein. Auf WhatsApp versuchen Betrüger nun an Kreditkarten-Daten zu gelangen.
Persönliche Daten als Türöffner für Betrüger
Medienberichten zufolge umfassen die Datensätze nicht nur Kontaktdaten, sondern auch konkrete Reiseinformationen wie Hotelnamen, Buchungsnummern, Reisezeiträume und die Namen der Gäste.
Über WhatsApp: Kreditkarten-Daten im Visier
Die Betrugsmasche beginnt mit einer WhatsApp-Nachricht, die scheinbar vom gebuchten Hotel stammt. Darin werden die Empfänger oft mit Namen angesprochen, zudem enthalten die Nachrichten korrekte Angaben zur Unterkunft, zur Buchungsnummer und zum Reisezeitraum. Unter dem Vorwand, die Reservierung oder die hinterlegte Kreditkarte bestätigen zu müssen, werden die Betroffenen aufgefordert, einen Link zu öffnen.
Gleichzeitig setzen die Betrüger ihre Opfer unter Druck und drohen damit, die Buchung innerhalb weniger Stunden zu stornieren, falls keine Rückmeldung erfolgt. Wer dem Link folgt, landet auf einer gefälschten Website, die der echten Buchungsseite täuschend ähnlich sieht. Dort sollen Kreditkarten- oder Zahlungsdaten eingegeben werden, die anschließend von den Tätern für betrügerische Transaktionen missbraucht oder weiterverkauft werden.
So sollten Betroffene reagieren
Wer eine solche Nachricht erhält, sollte sie zunächst ignorieren und keinesfalls auf enthaltene Links klicken. Stattdessen empfiehlt es sich, direkt über die offiziellen Kanäle Kontakt mit dem Hotel oder Booking.com aufzunehmen und nachzufragen, ob tatsächlich eine Bestätigung erforderlich ist.
Booking.com warnt Kunden
Das Unternehmen hatte Kundinnen und Kunden bereits zuvor darauf hingewiesen, dass Zahlungsdaten nicht über WhatsApp oder vergleichbare Kommunikationswege abgefragt werden. Auch Aufforderungen zu Überweisungen, die von den ursprünglichen Buchungsbedingungen abweichen, sollten grundsätzlich skeptisch betrachtet werden.
Kreditkarte gesperrt, Polizei informiert
Wer bereits auf einen solchen Link geklickt und Zahlungsdaten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank oder das Kreditkarteninstitut kontaktieren. So können Karten gegebenenfalls gesperrt und verdächtige Abbuchungen frühzeitig erkannt werden. Verbraucherschützer empfehlen außerdem, den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen. Das hilft nicht nur bei den Ermittlungen, sondern kann auch für spätere Rückforderungen oder Versicherungsfälle relevant sein.
Die wichtigsten Warnsignale auf einen Blick
- Kontaktaufnahme über WhatsApp statt über die Buchungsplattform
- Aufforderung zur erneuten Eingabe von Kreditkartendaten
- Drohung mit einer kurzfristigen Stornierung der Buchung
- Hoher Zeitdruck und kurze Reaktionsfristen
- Links zu unbekannten oder ungewöhnlichen Internetseiten
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