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"Verdammt lächerlich": Kontroverse Abschlussrede von Schüler geht viral

Ein Achtklässler aus Kentucky sorgte mit einer emotionalen Abschlussrede für Aufsehen. Das Video ging viral.
Schüler in blauen und weißen Talaren feiern ihren Abschluss in einer vollen Turnhalle.

Ein Achtklässler der Stuart Academy in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky erhielt bei der Abschlussfeier die Gelegenheit, eine Rede zum Thema "Akzeptanz" zu halten. Nachdem sein ursprünglicher Text jedoch nicht genehmigt worden war, entschied er sich dazu, seinem Ärger öffentlich Luft zu machen. 

Die kontroverse Ansprache wurde gefilmt, in den sozialen Medien veröffentlicht und verbreitete sich seither rasant. 

Zu negativ: Ursprüngliche Rede des Teenagers wurde abgelehnt

Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Achtklässler Daniel Mattingly ans Rednerpult tritt und unbeirrt beginnt: „Anscheinend weiß diese Schule nicht, dass es besser ist, einem wütenden schwulen Kind kein Mikrofon zu geben.“ 

Anschließend erklärte er, dass er ursprünglich eine Rede darüber geplant hatte, wie sein eigenes Trauma ihn als Mensch geprägt habe. Zudem wollte er über seine Erfahrungen mit Mobbing, Homophobie und marginalisierten Gemeinschaften sprechen sowie seine Mitschülerinnen und Mitschüler dazu ermutigen, an sich selbst zu glauben und anderen Menschen reflektierter zu begegnen. 

"Diese Schule ist verdammt lächerlich"

Die Schulleitung hat seinen Entwurf jedoch abgelehnt, da dieser zu negativ und zu kontrovers sei. Es gäbe „einen passenden Zeitpunkt und Ort“ für diese Botschaft, beides sei bei der Abschlussfeier aber nicht der Fall. Zwar reichte Daniel schließlich eine Version ein, die den Erwartungen der Schule entsprach, entschied sich jedoch offenbar kurzfristig für eine eigene, nicht abgestimmte Version. 

Seine kurze Ansprache beendete der Achtklässler mit kritischen Worten: "Diese Schule basiert auf Rassismus, Sexismus und Homophobie. Ich ermutige heute hier jeden, für sich selbst einzustehen, auch wenn es Aufsehen erregt. Diese Schule ist verdammt lächerlich." Konkrete Beispiele für seine Vorwürfe nannte der Jugendliche allerdings nicht. 

Vater und Mutter von Schüler an Krebs verstorben

Da er Mitglied des Schülerrats der Stuart Academy ist, wurde Daniel ausgewählt, bei der Abschlussfeier der achten Klasse am 21. Mai eine Rede zu halten. „Das Thema meiner Rede war Akzeptanz. Im Wesentlichen ging es darum, zu erklären, dass ich sehe, wie Menschen heutzutage Traumata und Unterdrückung erleben“, so Daniel im Interview mit WAVE News.

Er erklärte zudem, dass er bereits in jungen Jahren beide Eltern verloren habe. Sein Vater starb 2023 an Speiseröhrenkrebs, seine Mutter 2024 an Eierstockkrebs. Seinen schweren Verlust wollte er auch in seiner Rede thematisieren: „Meine Eltern sind tot, und ich finde, die Leute müssen wissen, dass ein Trauma, das man erlebt, nicht darüber entscheiden muss, was aus einem wird.“

Video von der Abschlussrede ging viral

Der Schule warf er letztlich vor, marginalisierten Schülerinnen und Schülern nicht ausreichend Schutz zu bieten. 

Gleichzeitig betonte Daniel, dass es nie seine Absicht gewesen sei, die Schule in ein schlechtes Licht zu rücken. Er wollte vielmehr seine persönlichen Erfahrungen schildern. Sein Onkel, der auf der Tribüne saß, filmte die Rede und veröffentlichte sie anschließend in den sozialen Netzwerken, wo das Video rasch viral ging. 

Der Teenager hatte eigenen Angaben zufolge nicht damit gerechnet, dass seine Ansprache auch außerhalb des Saals Aufmerksamkeit erregen würde. Gegenüber WAVE News erklärte er: „Ich bin in den Nachrichten, also denke ich mir... es ist da angekommen, wo es hingehört.“

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