Marit Björgen gewann in Vancouver fünf Medaillen - drei Mal Gold und je einmal Silber und Bronze.

© Reuters/WOLFGANG RATTAY

Olympia
02/02/2014

Sotschi sucht den Superstar

Wer wird zum prägenden Gesicht der Winterspiele in Russland?

Der norwegische Biathlet Ole-Einar Björndalen (2002), der südkoreanische Shorttracker Ahn Hyun-Soo (2006) und die norwegische Langläuferin Marit Björgen (2010): Das waren die fleißigsten Medaillensammler und Superstars der jüngsten drei Olympischen Winterspiele. Das Zeug, bei Olympia 2014 in Sotschi alle anderen Sportler in den Schatten zu stellen, haben viele Athleten.

Sie kommen vor allem aus Norwegen, den USA, Deutschland und Frankreich, aber auch aus Österreich. Die Norweger führen die ewige Medaillenbilanz der Winterspiele mit insgesamt 107 Gold überlegen an. Mit Aksel Lund Svindal (Ski alpin), Björgen und Petter Northug (Langlauf), Björndalen, Tora Berger oder Emil Hegle Svendsen (alle Biathlon) schicken die Norsker auch diesmal zahlreiche potenzielle Sotschi-Superstars ins Rennen.

Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf den 40-jährigen Altmeister Björndalen, der bei sechsmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze hält und zu Allzeit-Leader Björn Dählie (achtmal Langlauf-Gold) aufschließen möchte.

Die USA haben mit Shaun White eine Snowboard-Ikone mit dabei, die zu einem der prägendsten Gesichter in Sotschi avancieren könnte. White greift an der Schwarzmeerküste nach zwei Goldenen. Die Alpinskifahrer Ted Ligety (dreifacher Weltmeister in Schladming), Bode Miller oder Mikaela Shiffrin könnten trotz des Fehlens der verletzten Lindsey Vonn ebenfalls für einen Medaillenregen sorgen.

Auf den hoffen auch einmal mehr die Deutschen, die 2006 in Turin den Medaillenspiegel angeführt hatten. Die größten Hoffnungen Deutschlands ruhen auf den Schultern von Eric Frenzel (Nordische Kombination), Maria Höfl-Riesch (Ski alpin), den Rodlern in allen Disziplinen oder Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), die mit 41 Jahren zur ältesten Winter-Olympiasiegerin der Geschichte werden könnte.

Das französische Team schickt mit Martin Fourcade (Biathlon), Jason Lamy Chappuis (Nordische Kombination) und Alexis Pinturault (Ski alpin) auch einige potenzielle Hochkaräter ins Rennen.

Zu den Helden von Gastgeber Russland soll unter anderem Eiskunstlauf-Altstar Jewgeni Pluschenko werden, aber auch Ahn. Nach einem Nationalitätenwechsel läuft der Shorttracker aus Südkorea diesmal für Russland und unter dem Namen Viktor Ahn. Das wichtigste Gold der Gastgeber soll aber im letzten Bewerb der Spiele am 23. Februar geholt werden, von den Eishockey-Cracks rund um Leitwolf Alexander Owetschkin.

Das wollen aber vor allem die Titelverteidiger aus Kanada um ihren Superstar Sidney Crosby verhindern. Die kanadischen Sportler müssen in Sotschi überhaupt mit einer extrem hohen Messlatte zurechtkommen. Bei ihren Heimspielen 2010 in Vancouver waren sie in einen wahren Goldrausch verfallen (14 Mal Gold) und auf Platz eins des Medaillenspiegels gelandet.

Die Schweiz hofft auf Olympia-Spezialist Simon Ammann (bereits vier Skisprung-Goldene), Parallel-Snowboarderin Patrizia Kummer und den zuletzt verletzten Dario Cologna (Langlauf), Slowenien drückt vor allem Ski-alpin-Allrounderin Tina Maze und den zuletzt starken Skispringern die Daumen.

Und aus heimischer Sicht ruhen die Hoffnungen u.a. auf den Schultern der rot-weiß-roten Wintersport-Topstars Marcel Hirscher (Ski alpin) und Gregor Schlierenzauer (Skispringen), sowie den Rodel-Brüdern Andreas und Wolfgang Linger, die mit ihrem dritten Gold Geschichte schreiben könnten.

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