Stressige Anreise: Nach dem Testspiel gegen Dänemark kam die Ausrüstung von Koch, Iberer und Lebler gleich in die Transportkisten.

© APA/Robert Parigger

Olympia
02/04/2014

Eishockey-Team mit 1,5 Tonnen nach Sotschi

Österreichs Eishockey-Team reist mit viel Gepäck zum Saisonhöhepunkt

von Peter Karlik

Als sich vor einem Jahr das Eishockey-Team für die Spiele in Sotschi qualifizierte, erhöhte sich nicht nur das österreichische Teilnehmerfeld um 25 Sportler, sondern auch der Organisationsaufwand für das nationale Olympische Komitee beträchtlich.

Insgesamt reist Österreich am Mittwoch mit zirka 1,5 Tonnen im Gepäck nach Sotschi. Da der durchschnittliche österreichische Spieler in Sotschi 87,44 Kilo wiegt, ist das Eishockey-Team mit der kompletten Ausrüstung zirka 3700 Kilogramm schwer.

Nicht nach Russland werden hingegen die Trikots gebracht. Diese bekommen die Teams Vorort von Ausstatter Nike. Für die Produktion und den Vertrieb hat sich in Österreich übrigens keine Firma gefunden. Eishockey-Fans können sich zwar überwww.hockeycanada.cadas kanadische Trikot schicken lassen, das österreichische wird es aber maximal in einem Fan-Shop in Sotschi geben.

Schlägertypen

Ins Gewicht fallen eher die Schläger: 200 nehmen die 25 Spieler mit. Diese drei Taschen haben alleine einen Wert von mehr als 50.000 Euro. Weiters kommen zehn Transportkisten mit der Schuhschleifmaschine, Tapes und Werkzeug in den Flieger. Die drei großen Kisten mit medizinischen Produkten sind die einzigen, die bei der Einreise durch den Zoll müssen.

Weiters hat jeder Spieler eine seiner riesigen und zirka 30 Kilogramm schweren Eishockey-Taschen mit Schuhen, Panzer usw. mit. Dazu kommen noch bei jedem die zwei Reise-Koffer mit persönlichem Gepäck und der offiziellen Olympia-Kleidung.

Die Handschuhe kommen in Sotschi alle vom gleichen Ausrüster. NHL-Stürmer Thomas Vanek ließ sich daher ein Paar bereits nach New York schicken, damit er sich an sie gewöhnen kann. Denn die Nordamerika-Legionäre Vanek, Grabner und Raffl reisen erst am 9. Februar mit den von der NHL organisierten Flugzeugen an.

Kurze Nacht

Im Gegensatz zu Weltmeisterschaften, zu denen der Verband selber die Ausrüstung transportieren muss, trägt dieses Mal das Olympische Komitee die Hauptkosten. Mitverantwortlich für den Transport ist Verbandspressesprecher Florian Russmann, der vor dem Abflug eine kurze Nacht hatte. Denn nach dem Spielschluss gegen Dänemark am Dienstag gegen 22.45 Uhr musste das Einpacken schnell gehen. Am Mittwoch, 7.30 Uhr, geht es mit dem Bus und einem Transporter zum Flughafen, wo die 1,5 Tonnen am VIP-Schalter eingecheckt werden. Die 2186 Kilo schwere Mannschaft hebt um 11 Uhr ab. Die Spieler reisen wie alle 130 österreichischen Sportler und die 196 Betreuer in einer der 16 Charter-Maschinen nach Sotschi, die von den Austrian Airlines zur Verfügung gestellt werden. Dank des Direktfluges dauert die Anreise nur drei Stunden. Ob die Einreise in Russland auch schnell gehen wird, ist eine andere Frage: Am Mittwoch und Donnerstag kommt ein Großteil der Teilnehmer nach Russland.

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