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Technik ist Frauensache
11/06/2014

Technik ist Frauensache

Mit einem Plakat in der Schule hat alles begonnen. Ein Jahr später war Verena eine von 25 Technikqueens.

Im Rahmen des OMV Programms hat sie mit ihren Kolleginnen eine Bohrung im Weinviertel, dem Herzen der österreichischen Energieversorgung, besucht.

Mehr als 1000 Registrierungen zählte „ Österreich sucht die Technikqueens“ im ersten Durchgang 2012/13. Die Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren stellten dabei ihr technisches Interesse eindrucksvoll unter Beweis.

Ich habe es anfangs nur als Spiel gesehen“, gesteht Verena Mitterauer, wenn sie vom ersten Kontakt zur OMV Initiative „Österreich sucht die Technikqueens“ erzählt, die seit 2014 von Siemens Österreich und ab 2015 von Borealis unterstützt wird.

Ein Blick durch das Mikroskop verrät, wie es in bis zu 5000 Metern Tiefe aussieht.

Das Technikqueens Programm hat der Niederösterreicherin gleich zwei Überraschungen beschert. Zum einen den Besuch einer Bohrung im Weinviertel und zum anderen den ersten Kontakt zu ihrem Berufswunsch. Denn Linda Kirchberger, ihres Zeichens Geophysikerin bei der OMV und Mentorin von Verena Mitterauer, hat einen Kontakt zu einer früheren Studienkollegin hergestellt, die „Industrieller Umweltschutz“ in Leoben absolviert hat.

Die Technikqueen Verena Mitterauer und ihre OMV Mentorin Linda Kirchberger vor dem OMV Hauptgebäude in Wien.

Die Technikqueen Verena Mitterauer und ihre OMV Mentorin Linda Kirchberger vor dem OMV Hauptgebäude in Wien.

„Auch wenn ich mich für dieses Studium sehr interessiere, hatte ich noch keine Ahnung, was mich dabei erwarten könnte. Wenn man aber die Chance bekommt, mit jemandem darüber zu reden, der es selbst gemacht hat, ist das ein großer Vorteil. Diese Möglichkeit hätte ich ohne dieses Programm wahrscheinlich nicht gehabt“, weiß die Technikqueen. Linda Kirchberger sieht in ihrer Funktion als Mentorin gerade den Aufbau von Netzwerken als ausschlaggebend: „Natürlich mache ich gerne dafür Werbung, dass Frauen technische Berufe ergreifen. Die Mädchen, die bei „Österreich sucht die Technikqueens“ teilgenommen haben, sind alle schon sehr technikaffin. Ich wirke da vielleicht wie ein Multiplikator der Interessen.“

Als Kirchberger selbst in Leoben studierte, war das Bild von Frau und Technik in der Gesellschaft kaum verankert. „Zum Glück hat sich da in den vergangenen Jahren einiges getan. Heute ist es normal, dass Frauen auf einer Bohrung arbeiten“, führt die Technikerin weiter aus.

Traditionelle Rollenmuster aufzubrechen, war eine zentrale Herausforderung

Beim Besuch in Erdpress, einer von zwölf Bohrungen der OMV im Weinviertel, stand vor allem das Kennenlernen des Metiers im Vordergrund. Vom Equipment über Aufgaben, die Sicherheit bis hin zur Analyse des Gesteins unter dem Mikroskop. In Kleingruppen erkundeten die Technikqueens eines der vielleicht letzten Abenteuer im Berufsleben. Zusammen mit den Mentorinnen konnten dabei alle offenen Fragen geklärt werden. „Ich denke, dass man danach ein ganz anderes Bewusstsein zum Thema Energie bekommt. Es war unheimlich spannend“, zeigte sich Verena Mitterauer beeindruckt.

Mit „Österreich sucht die Technikqueens“ möchten die OMV und ihre unterstützenden Partner Borealis und Siemens Österreich Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren auf spielerische Art und Weise für Technik begeistern. Nach einer Online und darauf folgenden Offline Challenge nehmen die besten Technikqueens an einem mehrmonatigen Mentoringprogramm teil. Durch umfassende Kommunikation werden das soziale Umfeld und die breite Öffentlichkeit für die Thematik „Frauen in der Technik“ sensibilisiert. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, traditionelle Rollenmuster aufzubrechen.

Dass dieses Programm kein Lippenbekenntnis ist beweist die OMV dadurch, dass sie eine Kooperation mit der Montanuniversität Leoben abgeschlossen hat und damit inZukunft vermehrt technische Ausbildungen fördert.

"Österreich sucht die Technikqueens" wird übrigens 2015 fortgesetzt, Voranmeldungen sind bereits ab 28. November 2014 möglich.

MEHR INFORMATIONEN ZU DEN TECHNIKQUEENS FINDEN SIE HIER.

Herr Generaldirektor, warum hat die OMVÖsterreich sucht die Technikqueens“ initiiert?

Roiss: Unser Ziel ist es, das Interesse für technische Berufe zu wecken und dabei Karrierechancen zu verdeutlichen und gezielte unterstützende Maßnahmen anzubieten. Die OMV will technische Berufsbilder leichter verständlich machen, Vorbilder aufzeigen und über die Bildung von Netzwerken den Zugang zu Rolemodels und Mentorinnen erleichtern. Frauen sollen letztlich ein Fixbestandteil in technischen Berufen werden.

Die OMV ist sehr aktiv im Bereich Nachhaltigkeit. Können Sie mir mehr dazu sagen?

Roiss: Resourcefulness ist die Nachhaltigkeitsstrategie der OMV. Unter diesem Titel setzen wir derzeit weltweit mehr als 300 Projekte in den Schwerpunkten Bildung & Entwicklung, Umweltmanagement und Neue Technologien um. Unser Ziel ist es, durch innovative Lösungen einen Mehrwert für Gesellschaft, Umwelt und die OMV zu schaffen.

Durch „Österreich sucht die Technikqueens“ ist mein Interesse für eine technische Ausbildung wesentlich bestärkt worden. Was würden Sie mir für meinen weiteren Weg empfehlen?

Roiss: Ein technischer Beruf hat mit Sicherheit Zukunft. Allein die OMV sucht in den nächsten Jahren 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in technischen Berufen. Voraussetzung dafür ist die richtige Ausbildung. Universitäten leisten mit ihren drei Standbeinen Forschung, Lehre und Wissensaustausch einen wichtigen Beitrag. Mit Hilfe der verstärkten Zusammenarbeit zwischen OMV und der Montanuniversität wollen wir insgesamt ein Umfeld schaffen, dass künftig noch mehr junge Menschen dafür gerüstet sind, um in den spannendsten Jobs weltweit erfolgreich arbeiten zu können. Denn Investitionen in die Bildung junger Menschen sind für uns eine Frage der unternehmerischen Haltung. Außerdem leisten wir damit einen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs.

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