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28.05.2018

Was die neuen Sonnenschutzprodukte können

Hautärztin Kerstin Ortlechner verrät, warum Sonnenmilch jetzt Hyaluronsäure enthält und wieviel aufgetragen werden soll.

KURIER: Wieviel Sonnenmilch muss für einen ausreichenden Schutz aufgetragen werden?

Kerstin Ortlechner: Pro Körperpartie, also Arme, Beine, Bauch, Rücken und Gesicht inklusive Hals, sollte es eine haselnuss- bis walnussgroße Menge sein. Die meisten vergessen beim Eincremen übrigens die Ohren. Mit einer 200ml-Flasche kommt man im Urlaub ungefähr fünf Tage aus.

Ist auf dem Weg ins Büro Sonnenschutz notwendig?

Ich empfehle täglichen Sonnenschutz. Jedoch reicht an Arbeitstagen ein Puder oder eine Foundation mit Lichtschutzfaktor aus, solange man nicht in der prallen Sonne sitzt.

Viele Frauen bekommen im Sommer Pigmentflecken. Kann man diesen vorbeugen?

Das Wundermittel gegen Pigmentflecken ist leider noch nicht erfunden worden. Wer zu den Verfärbungen, die durch eine Überproduktion von Melanin entstehen, neigt, sollte immer ein Produkt mit Lichschutzfaktor 50 auftragen und beim Sonnenbad einen Hut aufsetzen.

Wird man mit Lichtschutzfaktor 50 braun?

Ja, wird man – jedoch langsamer und gesünder, weil die Eigenschutzzeit erhöht wird.

Warum hinterlassen viele Produkte mit hohem Sonnenschutz weiße Rückstände?

Hierbei handelt es sich meist um physikalische bzw. mineralische Filter, die die Haut mit mikroskopisch kleinen Partikeln schützen. Diese sind vor allem in Kinder- und Naturprodukten, aber auch in herkömmlichen Lotionen enthalten. Im Vergleich dazu lösen chemische UV-Filter mit ihren Inhaltsstoffen eine Reaktion aus, die für den Schutz sorgt. In den vergangenen Jahren sind die Produkte immer besser geworden.

Was können die neuen Produkte?

Sie enthalten jetzt auch pflegende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure. Diese bindet Wasser und durchfeuchtet die Haut bereits während des Sonnenbads. Außerdem sind viele Formulierungen kaum mehr auf der Haut wahrnehmbar.