Die Schauspielerin bei den Golden Globes, im Jänner 2017

© APA/AFP/VALERIE MACON

Facelifting & Co: Was Goldie Hawn machen ließ
02/20/2017

Facelifting & Co: Was Goldie Hawn machen ließ

Kaum zu glauben, dass der Opernball-Stargast schon 71 ist – das liegt nicht nur an grünen Smoothies.

von Julia Pfligl, Maria Zelenko

Eines ist klar: In Sachen Botox und Silikon kann die Wiener Staatsoper so schnell nichts mehr erschüttern. Nicht alle prominenten Schönheiten, die im Laufe der Jahre über die Feststiege schritten, waren natürliche (vermutlich handelt es sich dabei sogar um eine Minderheit): Da war Brigitte Nielsen, die sich vor laufenden Kameras auf dem OP-Tisch rundum erneuern ließ. Da war Farrah Fawcett, die dank diverser Eingriffe fast nicht mehr wiederzuerkennen war. Da waren natürlich Pamela Anderson und Carmen Electra, die "Silikonen" der Neunzigerjahre. Die selbst ernannten "Botox-Boys" trieben den Beautywahn vor zwei Jahren auf die Spitze.

Auch der diesjährige Stargast sorgt mit seiner Vorliebe für chirurgische Verjüngung regelmäßig für Schlagzeilen: Dass Goldie Hawn im November 72 Jahre alt wird, sieht man ihr nur via Geburtsurkunde an. In den späten Sechzigern avancierte die Tochter eines Musikers aus Washington D.C. zu Hollywoods neuem It-Girl, später gewann sie einen Oscar und einen Golden Globe. Die langen, blonden Haare und das laute Lachen wurden zu ihren Markenzeichen.Heute sieht die dreifache Mutter und fünffache Großmutter immer noch erstaunlich glatt und gut gepolstert aus. Obwohl sie ihre Jugendlichkeit in bester Hollywood-Manier auf grüne Smoothies, tägliche Meditation und regelmäßige Bewegung schiebt, wurden Gerüchte um ein Facelifting und andere Eingriffe nie kommentiert. Die Wiener Dermatologin Hajnal Kiprov, Expertin für sanfte Schönheitsmedizin, ist überzeugt, dass Hawn in Sachen Beauty an sich herumdoktern ließ.

Straffen und lasern

"Ich kenne Goldie seit dem Film ‚Die Kaktusblüte‘ (1969, Anm.). Sie war keine außergewöhnlich hübsche, aber eine hinreißende Person. Später ließ sie sich aufhübschen, und es ist sehr gut geworden", sagt die Expertin. Sie vermutet, dass sich die Blondine Ende der Neunziger liften ließ. "Ihre Glubschaugen sind kleiner geworden. Das könnte ein natürlicher Alterungsprozess sein, wahrscheinlich liegt es aber an einem Facelift."

Auch auf Laserbehandlungen, die Fältchen glätten und Pigmentflecken verschwinden lassen, dürfte die Mutter von Kate Hudson zurückgegriffen haben. Die Lippen wurden vermutlich mittels Hyaluronsäure aufgepolstert, auch Botox kam zum Einsatz. "Das Facelifting war an sich nicht schlecht gemacht, aber jetzt sieht es nicht mehr gut aus. Da müsste man nachstraffen", meint Kiprov. Während die 71-Jährige noch vor einigen Jahren etwas "überspannt" aussah, zeigt sie nun wieder Fältchen, beobachtet Jörg Knabl, Facharzt für plastische Chirurgie. "Sie hat im Gesicht aber sicher nachhelfen lassen", ist auch er überzeugt. Einzig die Hände lassen Goldies wahres Alter erahnen. Hals und Dekolleté wurden im Vergleich zum Gesicht ebenfalls vernachlässigt, sagt Schönheitsexpertin Hajnal Kripov. Die kalifornische Sonne hat im Laufe der Jahre ihre Spuren hinterlassen: "Es wundert mich, dass sie so offen ihr sonnengeschädigtes Dekolleté zeigt. Sie hat unglaublich viele Pigmentstörungen, das verrät ihr wahres Alter."

Frage der Perspektive

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen Meg Ryan und Renée Zellweger konnte sich Hawn ihren Charme trotz chirurgischer Eingriffe bewahren, meint Hajnal Kiprov. "Der Druck in Hollywood ist enorm. Aber für ihr Alter ist Goldie immer noch eine sehr attraktive Frau." In einem Interview vor zwei Jahren überraschte die Lebensgefährtin von Kurt Russell übrigens mit einem recht pragmatischen Zugang zum Thema Altern. "Es ist alles eine Frage der Perspektive", sagte sie. "Es ist doch wundervoll, wenn man älter wird, denn das bedeutet, dass man noch am Leben ist – richtig?" Dem ist nichts hinzuzufügen, Goldie.

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