Style
22.06.2018

Melania Trump: Liste der Mode-Fettnäpfchen wird immer länger

Der aktuellste Auftritt mit einer Jacke inklusive provokativem Schriftzug fügt sich in die Reihe anderer Entgleisungen.

Was eine First Lady am Leib trägt, kann immer auch als politisches Statement interpretiert werden. Dem waren sich Michelle Obama und andere Präsidentengattinen immer bewusst. Von ihnen hätte sich Melania Trump vor ihrem aktuellen Auftritt modisch beraten lassen sollen.

Am Donnerstag flog die 48-Jährige Richtung Texas, um ein Heim für Migrantenkinder an der Grenze zu Mexiko zu besuchen, die von ihren Eltern getrennt worden waren. Kurz zuvor hatte Präsident Trump angekündigt, diese Praxis zu beenden - auch wegen der öffentlichen Kritik seiner Frau.

Soweit, so gut – wäre da nicht diese olivgrüne Jacke gewesen, auf dessen Rücken der Schriftzug „Es ist mir wirklich egal. Und dir?“ prangte. Sogleich folgte der Aufschrei in den sozialen Medien. Ist sie jetzt völlig irregeworden? Meint sie damit das Leid an der Grenze? Oder will sie uns etwas anderes sagen?

Lange Liste an Fauxpas

Donald Trump twitterte kurz darauf, dass sich seine Ehefrau damit auf die Fake-News-Medien beziehen wollte. Stephanie Grisham, Sprecherin der Präsidentengattin, versuchte klarzustellen: „Es ist eine Jacke. Es gibt keine versteckte Botschaft.“ Wieso fiel die Wahl dann nicht auf ein dezenteres Stück aus dem vor Luxusmode bestehenden Kleiderschrank ? Dass ein prall gefülltes Bankkonto nicht zwangsweise mit modischem Gespür einhergeht, hat das ehemalige Model in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen.

Als es für Familie Trump im Mai 2017 nach Saudi-Arabien ging, verzichtete Melania vor Ort auf eine Kopfbedeckung. Kurz darauf durfte es beim Papst dann doch ein Schleier sein.

Manch einer fragt sich bis heute, warum Melania wenige Monate später beim Besuch der texanischen Flutgebiete unbedingt auf High Heels daherkommen musste.

Im September hielt sie bei den Vereinten Nationen in einem mehrere tausend Euro teurem Kleid in kräftigem Pink eine Rede. Kein Kind sollte sich jemals hungrig fühlen, sagte die Präsidentengattin damals. Gefundenes Fressen für die Twitter-Gemeinde, die sie sogleich mit Marie Antoinette verglich.

Im Jänner trug die First Lady auf dem Höhepunkt der #metoo-Debatte bei einem Kongress von Kopf bis Fuß Weiß – während alle anderen anwesenden Frauen sich als Zeichen der Solidarität mit den Opfern in Schwarz gekleidet hatten.

Was sich Melania Trump bei all diesen Auftritten dachte, bleibt wohl auch künftig ihr gut gehütetes Geheimnis.