Style
01.11.2017

Klage gegen Drogerie: Herpes nach Lippenstift-Probe

Eine Kundin der Beautyfirma Sephora klagt laut dem Portal "TMZ" wegen einer Infektion. Die Ursache soll das Ausprobieren eines Lippenstifts sein.

Laut dem amerikanischen Portal TMZ sieht sich der US-Beautyriese Sephora derzeit mit einer Klage konfrontiert. Demnach hat eine Kundin im Oktober 2015 eine kalifornische Filiale besucht, um dort einen neuen Lippenstift auszusuchen.

Schadensersatz wegen Stress

Wie bei jeder anderen Drogeriekette kann das Make-up vor dem Kauf mit dafür zur Verfügung gestellten Testmustern ausprobiert werden. Kurze Zeit später diagnostizierten Ärzte bei der Frau eine Herpesinfektion. Diese behauptet gegenüber dem Portal, dass sie vor dem Besuch der Sephora-Filiale noch nie mit Bläschen oder anderen Symptomen zu kämpfen hatte.

Die Firma hätte Kunden vor den potenziellen Risiken gut sichtbar warnen sollen, beschwert sie sich nun. Hätte sie von den drohenden Folgen gewusst, wäre sie laut TMZ nicht auf die Idee gekommen, eines der Produkte aufzutragen. Die Kundin verklagt Sephora nun auf Schadensersatz, weil die unheilbare Krankheit bei ihr großen Stress ausgelöst hätte. Einmal mit dem Herpes-Virus infiziert, verbleibt es ein Leben lang im Körper.

Doch wie hoch ist das Risiko einer Herpesinfektion wirklich? In einem

Interview mit dem KURIER
sagte Dermatologe Babak Adib: "Das Übertragungsrisiko ist sehr gering, aber doch gegeben. Jedoch nur bei der unmittelbaren Anwendung nach einer Person mit akuter Herpesinfektion mit frischen Bläschen oder einer bakteriellen Infektion." Laut dem Hautarzt gehe es dabei lediglich um Sekunden - bereits eine Minute später seien die Viren schon abgestorben.