Style
09.07.2018

Interview: Warum Penélope Cruz jetzt Schmuck entwirft

© Bild: REUTERS/STEPHANE MAHE

Der Weltstar ist seit Kurzem Botschafterin für Chanel und Designerin für Swarovski.

Heiße Couture-Tage in Paris. Da darf die passende Haute Joaillerie nicht fehlen. Von Chanel, Cartier, Chopard oder Van Cleef & Arpels. Glanzvoll mischte sich diesmal auch Schmuck aus Österreich darunter: Gleich nach der Dior- Haute-Couture-Show bat Nadja Swarovski zum "Exclusiven Cocktail Launch". Um eine Schmuck-Kollektion zu präsentieren, die Spaniens Filmstar Penélope Cruz für Swarovski entworfen hat.

Nachhaltigkeit

Der KURIER durfte sich zum exklusiven Interview mit der brillanten Beauty treffen. Erste Frage: "Waren Sie schon einmal in Österreich?" Penélope Cruz: "Noch nicht." Nein, der Kontakt ging gleich einmal über Hollywood. "Man hat mich angerufen und mir erzählt, dass Swarovski Echtschmuck entwickelt und an einer Zusammenarbeit interessiert wäre. Das Treffen mit Nadja hat mich dann vollständig überzeugt. Sie ist so stark, charmant und gescheit und ich mag ihre ethischen Werte", schwärmte die Oscar-Preisträgerin und Umweltschützerin. "Ich habe ja nicht gewusst, dass man Diamanten im Labor herstellen kann – Nadja erklärte mir, sie wolle Schmuck machen, der auf Nachhaltigkeit basiert, also nicht nur schöne Sachen. Das ist mehr, ein Plus, ein Beitrag für die Umwelt. Und das ist mir wichtig."

Pénelope Cruz gemeinsam mit Brigitte Winkler © Bild: Brigitte R. Winkler

Rührend, woher die Idee für den Ring stammte, den sie selbst bereits im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes auftrug: "Meine Großmutter hatte mir einen Ring mit einem Carneol geschenkt, den ich aber später verloren habe. Ich wollte einen ähnlichen Ring machen."

Selbst trägt sie im Alltag eher wenig Schmuck. Cruz, aktuell Chanel-Botschafterin: "Als Mutter zweier kleiner Kinder stell' ich mich nicht jeden Tag vor den Spiegel und überlege mein Styling. Aber manchmal mag ich es, Jeans mit T-Shirt mit einem großen Schmuckstück zu mixen. Das ist Rock 'n' Roll."

Dazu Nadja Swarovski: "Ihre einfachen Schmuckstücke sind eine wunderbare Unterstützung ihrer Schönheit. Swarovski stand immer schon für Innovation. Mit normalen Diamanten zu arbeiten, wäre da kontraproduktiv. Jeder Stein, der größer als 0,1 Karat ist, hat unseren Namen eingelasert. Wir tun es für unsere Kinder."

© Bild: APA/AFP/BERTRAND GUAY

Aber auch die Swarovski-Kristall-Kunst konnte man ordentlich bewundern. Zum 25-Jahre-Jubiläum hatten Viktor & Rolf ihre Couture-Kollektion zum Teil wild beglitzert. Dazu Viktor Horsting: "Rolf und ich lieben Swarovski, wir haben eine lang andauernde Liebesbeziehung. Schon seit mehr als 20 Jahren, denke ich. Swarovski-Kristalle sind wie Feenstaub. Wie Magie, einfach etwas Mystisches. Was toll ist. Man fügt sie ganz am Schluss, im letzten Moment, hinzu und das Outfit wird magisch."