Style
12.07.2017

H&M wegen Arbeitsbedingungen unter Beschuss

Mitarbeiter der schwedischen Modekette können laut eigener Aussage kaum einmal aufs WC gehen.

Mitarbeiter der Modekette H&M in Deutschland kritisieren die Arbeitsbedingungen in den deutschen Filialen des Unternehmens. "Der Stress ist enorm, und deshalb steigt der Krankenstand", sagte die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der für die deutschen Filialen zuständigen H&M-Tochter, Saskia Stock, der Zeit laut Vorabmeldung vom Mittwoch.

Lohn muss durch Hartz IV aufgestockt werden

"Oft sind Mitarbeiter ganz allein auf einer großen Fläche und können kaum einmal zur Toilette gehen." Demnach haben viele Mitarbeiter Verträge, in denen nur die Mindestzahl von 10, 15 oder 20 wöchentlichen Arbeitsstunden festgelegt wird. Ob die Angestellten darüber hinaus arbeiten können, hänge vom Bedarf in den Filialen ab.

Nach den Angaben der Betriebsratschefin hat diese Art der Arbeit auf Abruf bei H&M stark zugenommen. Eine Umfrage habe ergeben, dass in den von den Betriebsräten betreuten 170 Filialen 41 Prozent der Beschäftigten einen solchen Flex-Vertrag haben. In jeder vierten Filiale sei mindestens ein Mitarbeiter bekannt, der seinen Lohn durch Hartz IV aufstocken müsse.