Style
06.12.2018

Durchsichtiges Kleid: Klage gegen Schauspielerin fallengelassen

Rania Youssef entschuldigte sich nach ihrem sexy Auftritt beim Internationalen Filmfestival in Kairo.

Die Klagen gegen eine ägyptische Schauspielerin wegen des Tragens eines halbdurchsichtigen Kleides sind fallengelassen worden. Grund dafür sei, dass sich Rania Youssef öffentlich entschuldigt habe, sagten zwei Anwälte, welche die 45-Jährige verklagt hatten.

Anhörung annulliert

Die Schauspielerin war in der vergangenen Woche beim Internationalen Filmfestival in Kairo mit einem eng anliegenden schwarzen Spitzenkleid über den roten Teppich gelaufen, durch das ihre Beine zu sehen waren. Youssef wurde deshalb wegen "Anstiftung zu Ausschweifungen" angezeigt und sollte im Jänner vor einem Richter erscheinen.

Die Anhörung sei "annulliert" worden, sagte der Kläger-Anwalt Amr Abdel Salam. Geklagt hatte zudem der Anwalt Samir Sabri, der schon mehrere Prominente vor Gericht gebracht hat.

Youssef teilte am Mittwoch gleichwohl über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass "die Ermittlungen weitergehen". Nähere Angaben machte sie dazu nicht.

Die ägyptische Gesellschaft gilt als streng konservativ. In der Vergangenheit wurden bereits Sängerinnen nach aufreizenden Musikvideos wegen "Anstiftung zu Ausschweifungen" zu Haftstrafen verurteilt. Youssef hätten im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft gedroht.