Doutzen Kroes in einem Badeanzug von Hunkemöller

© Hunkemöller

Style
05/19/2019

Die wichtigsten Bademode-Trends 2019

Hoch sitzende Höschen und Einteiler – der Trend geht wieder hin zu mehr Stoff.

von Maria Zelenko

Kein professionelles Model wollte die 190 Quadratzentimeter Stoff präsentieren. 1946 wagte der Maschinenbauingenieur Louis Réard, aus einem Stück zwei zu machen: Seine gewagte Kreation nannte er Bikini. Schließlich willigte Micheline Bernadini, Nackttänzerin im Varietétheater "Casino de Paris", die knappe Kreation in einer Pariser Badeanstalt vorzuführen. Inspiriert hatten Réard Frauen, die er an den Stränden von St. Tropez beobachtet hatte. Diese schoben ihren langen Badeanzug hoch, um sich gleichmäßiger bräunen zu können. Der Bikini trat seinen weltweiten Siegeszug an, der Badeanzug wurde für Kundinnen immer uninteressanter.

Upgrade des Badeanzugs

Unsexy, gar altbacken, war sein Image zuletzt. "Dieses hat er nun endlich abgelegt", sagt Verena Hofer, Bademoden-Einkäuferin beim Steffl The Department Store. "Der Einteiler gehört zu den wichtigsten Trends dieses Jahres. Frauen sind mittlerweile viel selbstbewusster und wissen, dass sie auch sexy aussehen, wenn der Bauch verdeckt ist." Der Logo-Hype findet sich laut der Expertin heuer auf Badeanzügen wieder. "Sehr schön sind Modelle mit tiefem Rücken- oder hohem Beinausschnitt." Hofers Styling-Tipp: Abseits von Strand und Pool zu Jeansshorts und einer aufgeknöpften Bluse tragen.

Für die neuen Bikinis ließen sich Designer ausgerechnet von vergangenen Jahrzehnten inspirieren. "Zweiteiler haben wieder eine hohe Taille wie in den Sechzigern und den Siebzigern", sagt Hofer. "Sie machen schöne lange Beine und lassen den Bauch flacher wirken." Wer am liebsten zu Bademode in Unifarben greift, anstatt in die heuer ebenfalls trendigen auffälligen Muster (zwischen Leo und Zebra ist alles erlaubt) zu schlüpfen, kann mit veränderten Halterungen für Abwechslung sorgen: "One–Shoulder-Oberteile etwa lassen einen schlichten Bikini gleich viel spezieller wirken. Carmen-Tops sind ebenfalls tolle Hingucker."

Bei Bademode noch wichtiger als bei Alltagskleidung: Das Modell muss perfekt sitzen. Sollte man im Zweifelsfall zur kleineren oder größeren Konfektionsgröße greifen? "Es sollte keinesfalls zu locker sitzen. Das Material von Bikinis und Badeanzügen wird viel mehr beansprucht als normale Mode. Durch das ständige Schwimmen und anschließende Trocknen an der Sonne leiert es schneller aus", weiß die Einkäuferin. "Wenn man ein Modell relativ groß kauft, wird es bald nicht mehr sehr schön aussehen." Zwicken sollte es natürlich auch nicht. "Dann ist es einfach nicht der passende Entwurf."

Handwäsche nicht nötig

Ob Badeanzug oder Bikini – Frauen sollten laut Hofer zu jener Kreation greifen, in der sie sich am wohlsten fühlen. An ein paar Grundregeln können sie sich beim Shopping dennoch orientieren: Bei einer großen Oberweite sollte das Oberteil mit Bügeln ausgestattet sein, um beim Schwimmen für ausreichend Halt zu sorgen. No-go: Triangel-Oberteile. "Jene mit androgynem Figurtyp mögen Badeanzüge sehr gern oder knappe Höschchen, die den Po etwas runder wirken lassen."

Damit im neuen Badeanzug oder Bikini möglichst viele Sommer lang gebadet und gesonnt werden kann, sollte dieser nicht einfach mit dem Rest der Schmutzwäsche mitgewaschen werden.

Der Bademoden-Profi empfiehlt, einen genauen Blick auf das Waschetikett zu werfen. "Eine Reinigung bei 30 Grad ist meist kein Problem – vorausgesetzt das Programm wird auf Handwäsche oder Feinwäsche eingestellt." Idealerweise kommt jede Kreation in einen Waschbeutel. Von Weichspüler sollten die Finger gelassen werden – dieser würde die empfindlichen Fasern brüchig machen. Bademode muss nicht nach jedem Strandtag in die Waschmaschine, betont Verena Hofer: "Das Wichtigste ist, dass das Salz gleich ausgespült wird."

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