Style
25.10.2017

Kaviar Gauche: Wie Brautkleider 2018 gestylt werden

Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler von Kaviar Gauche sprachen mit dem KURIER über Brautmoden-Trends – und welches Kleid kurvigen Frauen besonders gut steht.

Wenn es um moderne und dennoch nicht überkandidelte Brautmode geht, sind Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler die richtigen Ansprechpersonen. Seit 2004 designen die beiden Deutschen mit ihrem Label Kaviar Gauche Mode für den großen Tag. Welches Kleid bei ihren Kundinnen besonders gut ankommt und wie dieses jetzt gestylt wird, haben sie dem KURIER verraten.

KURIER: Sie haben gerade Ihre neue Brautmoden-Kollektion präsentiert, darunter viele Kleider in Rosa. Sind farbige Hochzeitskleider im Kommen?

Kaviar Gauche: Wir sehnten uns nach Farbe in unseren Kollektionen. Diese Sehnsucht ist in unserer Kollektion La vie en Rose bezüglich des Motivs und der Farbe deutlich zu sehen. Wir durften in den vergangenen zwei Saisonen eine sehr große Nachfrage an Occasional Dresses (Anm.: Kleider für besondere Anlässe) von Kundenseite erfahren. Egal ob als Zweitkleid zur Hochzeit, als Hochzeitsgast oder einfach zu einer anderen besonderen Veranstaltung. Auch die Hochzeit in Farbe ist auf jeden Fall ein großes Thema.

Welche Brautmoden-Trends werden 2018 außerdem Thema sein?

Neben Farbe ist es die Kombination mit anderen coolen Items wie Tops, Pullovern, Jackets. Die Möglichkeit das eigene Outfit im Laufe des Tages oder zum nächsten Tag bzw. Anlass zu variieren, ist ein absoluter Trend. Wir bieten verschiedene Möglichkeiten an, die Kleider noch mal legerer oder opulenter zu ergänzen zu einem neuen Look.

Immer mehr Modeketten bringen günstige Brautkleider auf den Markt. Was halten Sie davon?

Wir finden es absolut in Ordnung, denn es ist ein sehr anderes Produkt. Material, Verarbeitung, Service und Design sind sehr unterschiedlich. Es gibt im Prinzip keine Überschneidungen mit unseren Kundinnen.

Welches Brautkleid steht jeder Frau – unabhängig von Alter und Figur?

Das gibt es vermutlich nicht. Aber unser beliebtestes Kleid ist das Duchessedress in Kombination mit unserem Metallic Belt. Ist eine Braut etwas kurviger wird dieses Modell gerne mit einem schmalgeschnittenen Top kombiniert.

Gibt es für Sie No-gos bei einem Brautkleid – oder ist alles erlaubt, was gefällt?

Jede Braut soll unserer Meinung nach genau so aussehen wie sie möchte. Wir können nur nicht alles anbieten. Wir setzen eine stilistischen Rahmen und gewisse Änderungen sind in diesem auch möglich.

Ihr Label wurde 2004 gegründet und ist heute bis weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Wie schafft man das?

Ohne die nötige Passion und einer starken Vision hätte es nicht geklappt. Durchhaltevermögen und Loyalität in schwierigeren Phasen sind ein Muss sowie ein tolles Team und eine Familie und Partner, die einen unterstützen. Unser Vorteil war, dass wir uns in den ersten Jahren zunächst nur für den internationalen Kunden interessiert haben. Deutsche begeisterten sich nicht für Deutsche Designer. Heutzutage ändert es sich peu à peu.

Welche Kundinnen kaufen bei Kaviar Gauche ein?

Unsere Zielgruppe ist recht umfangreich. Auf jeden Fall bezogen auf das Alter. Nicht selten werden Tochter und Mutter bei uns fündig. Vorrangig sind es Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren. Vor allem ist unsere Kundin modebewusst und wir können uns glücklich schätzen, dass die meisten einen wirklich sehr guten Stil haben und auch charakterlich, so weit wir oder unsere Mitarbeiter es mitbekommen, wirklich tolle Frauen sind.

Sie haben sowohl in Berlin als auch München Stores. Ist künftig ein Shop in Österreich geplant?

Ja, wir LIEBEN Wien! Aktuell haben wir bereits in München recht viele Kundinnen aus Österreich. Derzeit befinden wir uns auf der Suche nach einer geeigneten Shoplocation.