Bloggerin DariaDaria hat die Schnauze voll von Primark

© Instagram/dariadaria

Style
01/21/2019

Bloggerin DariaDaria sagt Billigmodekette Primark den Kampf an

Auf Instagram macht die Wienerin gegen das irische Unternehmen, das für seine äußerst günstige Mode bekannt ist, mobil.

Mit seiner neuen Kampagne wollte das Billigmodeunternehmen Primark eigentlich neue Kunden an Land ziehen. Unter den Hashtags #iworkwithprimark und #primarkbloggercollective sollten Influencer die neuen Produkte bewerben. Doch Bloggerin Madeleine Alizadeh dreht den Spieß nun einfach um - und macht gegen die Marke mobil.

"Primark, das Gesicht der schnellen Wegwerfmode, hat eine große Social-Media-Kampagne lanciert, mit der die neue Denim-Linie beworben wird", schreibt die Alizadeh, die unter dem Namen DariaDaria ihren Instagram-Account betreibt und einen sehr bewussten Lebensstil pflegt. "Primark züchtet eine Wegwerf-Gesellschaft heran, bei der viele Menschen mitmachen, die günstige Waren anbietet, jedoch zu Lasten der Textilarbeiter und unseres Planeten."

Ihre Message: "Wir wollen kein Blut auf unserer Kleidung". Deshalb ruft sie ihre Follower nun dazu auf, ihre nachhaltigen und alten Outfits zu posten und mit dem Hashtag #iwouldneverworkwithprimark und/oder #consciousbloggercollective zu versehen, um auf die Sorgen rund um das Thema Fast Fashion aufmerksam zu machen.

Über 11.000 Mal wurde Alizadehs Posting mittlerweile gelikt, über 200 Beiträge unter dem Hashtag #iwouldneverworkwithprimark finden sich bereits. Immer wieder war Primark in den vergangenen Jahren in der Kritik. Den zahlreichen Negativ-Schlagzeilen versucht das Unternehmen mit verschiedenen Aktionen entgegenzuwirken. Anfang 2018 wurde eine Liste aller Lieferanten veröffentlicht, in der Hoffnung, den Branchentrend zu mehr Transparenz für sich nützen zu können.

Für Greenpeace ist die Sache jedoch klar: "Die Kleidung von Primark müsste gesellschaftlich genauso geächtet sein wie Käfigeier", meinte deren Textilexpertin Kirsten Brodde 2017. Das Unternehmen stehe für immensen Ressourcenverschleiß.