2017 gab es eine peinliche Verwechslung: Die vermeintlichen Oscar-Gewinner mussten ihre Trophäe wieder abgeben.

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02/24/2019

Zur 91. Award Ceremony: Das waren die größten Oscar-Pannen

Von wegen fehlerfreier Ablauf: Selbst bei der Verleihung des prestigereichsten Filmpreises gab es einige nennenswerte Fauxpas.

von Julia Parger

Die Oscar-Nacht 2017 bleibt vielen in besonderer Erinnerung. Grund dafür ist ein peinlicher Fehler.

Fälschlicherweise hatten die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway den Film "La La Land" als Gewinner der Kategorie "Bester Film des Jahres" verkündet. Wenig später erklärte Oscar-Host Jimy Kimmel den Irrtum. Der Moderator verkündete, dass "Moonlight" den wichtigsten Preis des Abends gewonnen habe.

Ein Schockmonent nicht nur für die Moderatoren, sondern auch für Schauspielerin Emma Stone, die kurz zuvor mit dem Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet wurde. Wie es zu diesem Fauxpas kam? Die Umschläge, in denen die Gewinner genannt werden, waren vertauscht worden.

Doch eine Panne kommt selten allein - auch in den Jahren zuvor schlichen sich immer wieder unangenehme Missverständnisse ein.

1934:

"Komm auf die Bühne, Frank!", rief der Laudator ins Publikum, woraufhin sich Regisseur Frank Capra († 94) auf dem Weg machte. Eine unangenehme Situation für beide, denn der Ankünder meinte eigentlich Frank Llyod († 74).

Frank Capra musste jedoch nicht so lange auf seine Auszeichnung warten: Er durfte im Jahr darauf einen Oscar für "Es geschah in der Nacht" mit nach Hause nehmen.

1938:

Spencer Tracy († 67) wurde für seine Darstellung in "Manuel" als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Auf seinem Oscar stand jedoch nicht sein Name, sondern "Dick Tracy" - der Name eines Comic-Helden.

Seitdem werden die Namen der Gewinner erst nach der Verleihung in die Statue graviert.

1971:

George C. Scott († 71) gewann den Oscar als Bester Hauptdarsteller in "Patton - Rebell in Uniform". Anstatt sich zu freuen, lehnte der Schauspieler den prestigereichen Preis ab. Er nutzte die Gelegenheit auch, böse Worte über die Veranstaltung loszuwerden: Der Oscar sei "bedeutungslos", die Verleihung eine würderlose "Fleischbeschau".

1973:

Zwei Jahre darauf dann die nächste Panne: Auch Marlon Brando († 80) lehnte den Oscar als Bester Hauptdarsteller für "Der Pate" ab.

Er schickte aus Protest gegen den diskriminierenden Umgang der amerikanischen Filmindustrie mit Native Americans die Apachin Sacheen Littlefeather auf die Bühne.

2003:

Michael Moore (62) wurde für "Bowling for Columbine" ausgezeichnet. Er nutzte seine Dankesrede, um ein Statement gegen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush abzugeben.

Er kritisierte auch den Irak-Krieg und rief ins Mikrofon: "Shame on you, Mr. Bush". Es folgte Applaus, durchmischt mit Buh-Rufen.

Seit diesem Zwischenfall werden die Oscars mit einer Verzögerung von zehn Sekunden übertragen.

Die Nominierungen in der Kategorie "Bester Film"

"Black Panther"

Marvel-Blockbuster über den Superhelden T'Challa alias Black Panther, der seinen rechtmäßigen Platz als König von Wakanda zurückerobern will. Regie: Ryan Coogler

"BlacKkKlansman"

Polizist Ron Stallworth tritt in den 70ern als erster Afroamerikaner seinen Posten als Kriminalbeamter im Colorado Springs an - und ist entschlossen den Ku-Klux-Klan zu infiltrieren. Regie: Spike Lee

"Bohemian Rhapsody"

Bio-Pic über die Geschichte von Freddie Mercury und Queen – eine der legendärsten Rockgruppen aller Zeiten. Regie: Bryan Singer

"The Favourite - Intrigen und Irrsinn"

Dunkle Komödie über die Intrigen am Hof der Queen Anne im 18. Jahrhundert und zwei Frauen, die um die Zuneigung ihrer Königin buhlen. Regie: Yorgos Lanthimos

"Green Book - Eine besondere Freundschaft"

Ein schwarzer Pianist geht 1962 auf Tournee in den Südstaaten und gerät mit seinem weißen Fahrer in ein Klima, das von Gewalt und Rassentrennung geprägt ist. Regie: Peter Farrelly

"Roma"

Autobiografische Netflix-Produktion über eine mexikanische Mittelschichtfamilie in den 70ern. Gänzlich in schwarz-weiß. Regie: Alfonso Cuarón

"A Star Is Born"

Die dritte Fassung der Liebesgeschichte zwischen einem Country-Musiker und seiner Entdeckung Ally, die über Nacht zum Star wird. Regie: Bradley Cooper

"Vice - Der zweite Mann"

Polit-Satire über den Aufstieg von US-Vizepräsident Dick Cheney in Wirtschaft und Politik der USA. Unglaublich, aber wahr. Regie: Adam McKay

Die Nominierungen in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin"

Yalitza Aparicio

... ist nominiert als "Beste Hauptdarstellerin" für ihre Rolle in "Roma" von Alfonso Cuarón.

Glenn Close

... für "Die Frau des Nobelpreisträgers". Es ist bereits ihre siebte Nominierung.

Olivia Colman

... ist für ihre Rolle als Queen Anne in "The Favourite" nominiert. Ihre Co-Stars, Emma Stone und Rachel Weisz, konkurrieren miteinander um den Oscar als "Beste Nebendarstellerin".

Lady Gaga

... ist wie ihr Leinwand-Partner Bradley Cooper für das Remake "A Star is Born" nominiert - als "Beste Hauptdarstellerin" und für den besten Song.

Melissa McCarthy

... ist nominiert für ihre Darstellung in "Can You Ever Forgive Me?".

Die Nominierungen in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller"

Christian Bale

... ist für seine Rolle in "Vice - Der zweite Mann" nominiert.

Bradley Cooper

... ist nominiert für das Remake "A Star is Born", bei dem er auch Regie führte.

Willem Dafoe

... ist nominiert für seine Darstellung von Vincent Van Gogh in "Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit".

Rami Malek

... ist nominiert für "Bohemian Rhapsody", das Queen Bio-Pic, in dem er Freddie Mercury wieder zum Leben erweckte.

Viggo Mortensen

... stach in "Green Book - Eine besondere Freundschaft" heraus - dafür gibt es eine Nominierung als "Bester Hauptdarsteller".

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