Weg vom Fenster: Was treibt eigentlich "Ally McBeal"-Star Calista Flockhart?

Weg vom Fenster: Was treibt eigentlich "Ally McBeal"-Star Calista Flockhart?
Als Ally McBeal avancierte Calista Flockhart in den späten 90ern zum Publikumsliebling. Seitdem ist es um die Ehefrau von Harrison Ford ruhig geworden.

Von 1997 bis 2002 war die in Freeport, Illinois, geborene Schauspielerin Calista Flockhart als TV-Anwältin Ally McBeal in der gleichnamigen Serie zu sehen. Für ihre Darbietung wurde Flockhart 1998 mit einem Golden Globe als beste Fernsehschauspielerin ausgezeichnet. Die Serie selbst wurde zweimal mit dem Preis geehrt. 1999 bekam "Ally McBeal" dann noch einen Emmy Award dazu. 

Privat führt Flockhard, die einen 2001 geborenen Buben adoptiert hat, seit Jahren eine skandalfreie Ehe mit Schauspieler Harrison Ford. Die beiden kamen 2002 zusammen und haben im Juni 2010 geheiratet. Am 11. November hat Flockhard ihren 59. Geburtstag gefeiert. 

Farmleben statt Hollywood-Glamour

Da ihre Familie für sie an erster Stelle steht, hat sich Flockhart - trotz ihres Erfolgs als Ally McBeal - mittlerweile weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Sie und Ford genießen es, Zeit auf ihrer Ranch in Jackson Hole, Wyoming, zu verbringen.

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"Normal zu sein, ist eine Art Sieg. Ich repariere einen Zaun, räume die Ausfahrt, wenn es Schnee gibt. Es gibt immer viel zu tun", schwärmte Ford 2007 gegenüber The Land Report über das Landleben mit seiner Frau. Während er selbst seine Schauspielkarriere vorantrieb, verabschiedete sich Flockhart, die auch als Broadway-Schauspielerin Erfahrung hat, allerdings für Jahre aus der Öffentlichkeit - ihren Mann unterstützt sie tatkräftig. Im Juni dieses Jahres begleitete sie ihn auch zur Premiere des Films "Indiana Jones and the Dial of Destiny".

Flockharts Durchbruch ließ auf sich warten

Derweil musste sie lange auf ihren Durchbruch warten. Gleich nach ihrem Highschool-Abschluss begann Flockhart in New Jersey ein Schauspielstudium, das sie mit einem Bachelor abschloss. Nach Rollen am Broadway bekam sie erste größeren Filmangebote, darunter 1996 in "The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel" und 1997 in "American Dreamer – Charmante Lügner". Der internationale Erfolg sollte sich aber erst mit "Ally McBeal" einstellen.

Um ein Haar hätte sie den Job aber gar nicht bekommen. 2015 hatte Flockhart erzählt, dass ihr damaliger Agent das Angebot, am Casting teilzunehmen, ablehnte, ohne es mit ihr zu besprechen. Die Produzenten ließen aber nicht locker. Als sie dann doch vorsprach, waren alle von den Socken. "Wir wussten, dass sie diejenige ist, in dem Moment, als wir sie gesehen haben", erinnerte sich der Serien-Schöpfer David E. Kelley im Gespräch mit The Hollywood Reporter.

Um sich als Ally McBeal zu beweisen, habe Flockhart dennoch "brutal viel gearbeitet", erzählte einmal ihr Co-Star Greg Germann.

Mutterrolle hatte oberste Priorität

Nach dem Serien-Aus sollte sich aber kein wirklich großer Erfolg mehr einstellen für die 1,66 Meter große Schauspielerin. Von 2006 bis 2011 war Flockhart in der Serie "Brothers & Sisters" zu sehen, wo sie als Tochter von Sally Field und als Schwester von Rachel Griffith eine Hauptrolle spielte. Zuletzt wirkte sie in der Serie "Supergirl" mit. Seit 2017 hat die einst gefeierte Schauspielerin aber keine neue Rolle mehr angenommen.

2001 adoptierte Flockhart im Alter von 36 Jahren ihren Adoptivsohn Liam. "Ich wollte schon immer ein Kind adoptieren und bin überglücklich, dass ich mit einem schönen und gesunden Sohn gesegnet worden bin", erzählte sie damals gegenüber ABC News. Fortan konzentrierte sie sich hauptsächlich auf das Mamasein.

Nachdem sie während Liams früher Kindheit zu Hause geblieben war, gestand Flockhart 2006, als sie vorübergehend wieder auf den Bildschirm zurückkehrte, allerdings: "Ich vermisse es sehr, zu schauspielern." Damals erzählte sie: "Ich möchte wirklich wieder arbeiten."

Wie schwer es für sie phasenweise war, Beruf und Familienleben unter einen Hut zu bekommen, erzählte sie einmal gegenüber dem Magazin CinemaBlend: "Ich habe es geliebt, Mutter zu sein, aber wie jede Mutter dir sagen kann, du bleibst rund um die Uhr bei einem Zweijährigen zu Hause und [...] wünschst dir, du würdest arbeiten. Und wenn du dann arbeitest, denkst du dir leider 'Ich wünschte, ich wäre zu Hause.' Es ist ein schwieriges Dilemma, für das ich eine neue Wertschätzung habe."

Heuer hat Liam übrigens das College abgeschlossen. Ob Calista Flockhart nun wieder mehr Zeit zum Schauspielern bleibt, wird sich zeigen. Neue Projekte sind jedenfalls noch nicht geplant.

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