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09/10/2021

Vorbereitungen auf Tod der Queen: Durchgesickerte Pläne "zutiefst beunruhigend"

Die britische Königin erfreut sich bester Gesundheit. Doch eines Tages werden vier Worte ein ganzes Land in Stillstand versetzen.

Vier Worte werden einmal ein ganzes Land zum Stillstand bringen: "London Bridge is down." Mit diesem Satz - auf Deutsch etwa "Die London Bridge ist eingestürzt" - wird eines Tages ein ranghoher Beamter den britischen Premierminister informieren, dass Königin Elizabeth II. verstorben ist. Das gesamte öffentliche Leben wird dann von der Trauer überschattet werden. Doch vor allem ist der Code der Auslöser für die minutiös vorgegebene "Operation London Bridge".

Leak soll Bestürzung ausgelöst haben

Im Buckingham Palace soll laut der britsichen Zeitung Daily Mail zuletzt "tiefe Frustration" geherrscht haben. Der Grund: Das Online-Magazin Politico hatte vor wenigen Tagen berichtet, ihm liege nun der komplette Ablauf der Operation London Bridge - inklusive einiger neuer Details - vor. So seien etwa mögliche Corona-Bedingungen eingearbeitet, zudem gebe es genaue Vorschriften für das Verhalten des Regierungsapparats in Sozialen Medien. Dass die Pläne seit Jahren vorliegen und die Queen davon Kenntnis haben dürfte, mag befremdlich anmuten. Zumal klar ist, dass sich die 95 Jahre alte Monarchin offensichtlich bester Gesundheit erfreut.

"Es ist zutiefst beunruhigend, dass vertrauliche Dokumente dieser Art vollständig durchgesickert sind. Es wird angenommen, dass der königliche Haushalt zutiefst unglücklich über das ist, was passiert ist", zitiert die britische Zeitung Daily Mail eine namentlich nicht genannte Quelle aus Palastkreisen.

Doch bei einem Ereignis dieser Dimension, das Auswirkungen auf die ganze Welt haben wird - zumal die Königin Staatsoberhaupt von gut einem Dutzend Staaten, ehemaligen britischen Kolonien, ist - müssen alle Beteiligten genau Bescheid wissen. Ansonsten würde das emotionale Durcheinander für Chaos sorgen.

Was passiert, wenn die Queen stirbt?

Doch zurück zum Ablauf der "Operation London Bridge", wie Politico ihn beschreibt. Der Todestag ("Death Day") selbst wird demnach intern "D-Day" genannt - das britische Äquivalent zum deutschen "Tag X". Sobald die Regierung informiert ist, meldet die britische Nachrichtenagentur PA den Tod der Queen in einer Blitzmeldung, und der Palast veröffentlicht eine offizielle Benachrichtigung. Sodann sollen an allen öffentlichen Gebäuden in Windeseile die Fahnen auf halbmast gesenkt werden, Ziel sind maximal zehn Minuten. Als erster wird der Premierminister Stellung nehmen, und die Royal Family gibt die Pläne für die Beisetzung bekannt, die vermutlich nach zehn Tagen stattfinden wird. Salutschüsse und eine nationale Schweigeminute werden angeordnet, bevor der Premier sich zur Audienz mit dem neuen König trifft - Charles, der älteste Sohn der Queen. Das neue Staatsoberhaupt wird dann, geplant ist 18.00 Uhr Ortszeit, eine Ansprache an sein Volk halten. In der Londoner Kathedrale St. Paul's findet ein Gedenkgottesdienst statt.

Die britische Adelsexpertin Angela Levin sieht die neuen Veröffentlichungen kritisch: "Ich finde es schrecklich und grausam, die streng geheimen Pläne über den Tod der Königin zu veröffentlichen. Wo sind unsere Moralvorstellungen?", zitiert sie Daily Mail.

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