Stars
08.06.2017

Was macht Junkie & Supermodel Carré Otis heute?

Schauspielerin Carré Otis hat ihr Leben total umgekrempelt.

Mit dem Erotik-Film "Wilde Orchidee" wurde sie 1989 bekannt, ihre brutale Beziehung zu Mickey Rourke machte Schlagzeilen. Sie war ein höchst erfolgreiches Model in den 90er-Jahren, dann aber nahmen die Drogen überhand und um Carré Otis wurde es ruhig. Die Showbiz-Schönheit zog sich immer mehr aus dem Rampenlicht zurück. Schließlich machte sie vor einigen Jahren nur noch mit Gewichtsschwankungen von sich Reden.

Vergewaltigt & geschlagen

2011 publizierte die in Kalifornien geborene Otis ihre schockierende Biografie "Beauty, Disrupted: A Memoir: The Carré Otis Story": Mit 13 riss sie von zuhause aus, sie wurde von Modelagenten vergewaltigt und landete schließlich am Set von "Wilde Orchidee", auf dem sie sich schwer ausgebeutet fühlte. Bei einem TED-Talk 2013 erzählte sie ihre tragische Geschichte erneut.

Durch die Ehe mit "Wilde Orchidee"-Co-Star Rourke kam auch die Drogensucht. Sechs Jahre lang waren Schläge Alltag bei Otis. Daneben gab es auch in der Modewelt jede Menge Koks, nicht zuletzt, um den Hunger zu unterdrücken. 17 Jahre sei sie quasi durchgehend auf Diät gewesen und habe sich für einen perfekten Körper kasteit, so das ehemalige Model. "Ich sagte in Interviews, ich trainiere drei Mal die Woche für eine Stunde, in Wirklichkeit waren es zwei Stunden täglich. Es war eine Qual."

Der Höhepunkt der brutalen Ehe mit Mickey Rourke: Der berüchtigte Schauspieler schoss Carré bei einem Streit ins Bein. "Das hat mein Leben gerettet", sagt sie heute. Denn danach habe sie Rourke endlich verlassen (Scheidung 1998) und einen Entzug gemacht. Dem Stern erzählt sie:

"Ich war ein Junkie, völlig am Boden, ich hatte keinen Job. Und als wäre das noch nicht verheerend genug, entdeckte man drei Löcher in meinem Herzen. Ergebnis meiner Fehlernährung. Ich war praktisch 17 Jahre auf einer Diät aus Koks und Brechmitteln, am Schluss kam noch Heroin dazu. Mit 30 hatte ich die Herzoperation. Das war meine schmerzvollste Lektion. Der Mensch, der ich bis dahin war, mein ganzes Leben war sinnlos. Ich musste der Realität ins Auge sehen und der Angst. Ich bin damals fast durchgedreht."

Yoga um fünf Uhr morgens

Heute hat sie ihr Leben komplett umgekrempelt, macht viel Yoga, achtet nicht mehr streng auf ihr Gewicht und lebt mit ihrem Mann, dem Wissenschaftler Matthew Sutton (Hochzeit 2005), und zwei Töchtern abseits vom Mode- und Filmrummel in Colorado. "Ich habe meine Balance gefunden, ich esse, worauf ich Lust habe, und das ist meistens sehr gesund. Nicht, weil ich auf irgendeiner Wunderdiät bin, sondern weil mein Körper das braucht. Ich bin Vegetarierin, praktizierende Buddhistin, stehe morgens um fünf Uhr auf und mache Yoga."

Immer wieder gibt das heute esoterisch angehauchte Ex-Supermodel Interviews über Wohlbefinden und Selbstsicherheit - dabei gibt sie sich gnadenlos ehrlich.

Auf die Frage, ob sie sich gut fühlt, wenn jemand anmerkt, dass sie abgenommen hat, erklärt eine verdächtig faltenfreie Otis selbstkritisch: "Leider fühlt sich immer noch ein Teil von mir durch so etwas geschmeichelt. Aber ich arbeite daran. Hat ja alles keinen Sinn, an einem Tag sitzt die Jeans locker, am nächsten hängt der Bauchspeck wieder drüber."

Oft zeigt sich Carré nicht mehr in der Öffentlichkeit - die Zeit der Eitelkeiten sind wohl endgültig vorbei ...