Tom Hardy verliert "MobLand"-Rolle: Die vielen Ausraster des Ausnahmetalents
Tom Hardy
Um auf der Leinwand zu überzeugen, geht Tom Hardy an seine Grenzen. Der 48-Jährige ist dafür bekannt, für Filmrollen zum Teil enorme Torturen auf sich zu nehmen: Da wäre seine Rolle als britischer Strafgefangener in "Bronson", für die er knapp 20 Kilogramm zunahm. Für das Wrestler-Drama "Warrior" trainierte sich der Sohn des Londoner Comedyautors Chips Hardy und einer irischen Mutter ebenfalls binnen kürzester Zeit extrem viel Muskelmasse an. Auch für seine Rolle des Schurken Bane in "The Dark Knight Rises" unterzog er sich einem knallharten Training, um 14 Kilogramm an Muskelmasse zuzulegen.
Doch Hardy ist nicht nur für sein Talent bekannt - sondern auch für seine Allüren, die ihm oftmals Ärger eingebracht und ihn zuletzt sogar einen lukrativen Job gekostet haben.
Tom Hardy verliert "MobLand"-Rolle: Die Hintergründe
Berichtet wird, dass der Schauspieler, der neben Pierce Brosnan und Helen Mirren für "MobLand – Familie bis aufs Blut" angeheuert worden war, seine Rolle in der Serie verloren hat. Staffel zwei ist abgedreht und soll bald starten. Hardy, der in der Krimiserie Harry Da Souza spielte, ist darin noch zu sehen. Für die dritte Staffel soll er Brancheninsidern zufolge jedoch nicht mehr vorgesehen sein.
Laut übereinstimmenden Meldungen von Variety und TheWrap soll es bereits während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel zu Konflikten mit Showrunner Jez Butterworth und Produzent David Glasser gekommen sein, weil der gebürtige Londoner ständig zu spät gekommen sein soll und während der Dreharbeiten auch versucht habe, Textänderungen durchzusetzen. Dabei soll er angeblich Anmerkungen zum Drehbuch gemacht und unaufgefordert Skriptnotizen verteilt haben. Butterworth soll aufgrund der vermeintlichen Spannungen sogar gedroht haben, selbst aus dem Projekt auszusteigen.
Doch auch Hardys Kollegin Mirren habe unter dem Verhalten ihres Co-Stars gelitten. "Sie ist zunehmend frustriert von Tom und seiner Einstellung", erzählte ein Produktionsinsider gegenüber der Zeitung Daily Mail über die Stimmung am Set. "Er kommt auch oft zu spät zum Dreh, was Dame Helen, die äußerst professionell und diszipliniert ist, sehr ärgert. Sein Tonfall und seine Unpünktlichkeit missfallen ihr ebenfalls."
Mirren erwarte "mehr". "Sie hat hohe Ansprüche. Sie ist 80. Sie hat schon alles erlebt", so die Quelle "Die Crew hinter den Kulissen beobachtet alles und hat den Eindruck, dass sie bei den gemeinsamen Szenen mit ihm nicht mehr so glücklich wirkt. Es ist alles sehr persönlich zwischen ihnen geworden."
Laut dem ehemaligen Redaktionsleiter von The Hollywood Reporter Matthew Belloni soll sich Hardy wiederum daran gestört haben, dass sich "MobLand" von einer auf ihn zugeschnittenen Serie zu einem Ensemble-Format entwickelte und dass Mirren und Brosnan zunehmend an Bedeutung gewannen.
Hardy hat sich zu den Gerüchten um die angeblich verlorene Rolle bisher nicht geäußert.
Zuvor hieß es, der Filmstar wolle sich nach Abschluss der Dreharbeiten zur letzten "MobLand"-Staffel eine Auszeit nehmen, da er "eine Pause brauche". Er selbst sagte 2025 gegenüber Esquire UK: "Ich hatte jetzt zwei Knieoperationen, einen Bandscheibenvorfall. Ich habe auch Ischias. Und dann ist da noch diese… ist es Plantarfasziitis? Woher kommt die denn? Und warum? Warum?! Und ich habe mir auch noch eine Sehne in der Hüfte gezerrt. Es geht mir alles den Bach runter, und es wird nicht besser werden."
Eine Plantarfasziitis ist eine schmerzhafte Reizung oder Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle.
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In der Branche ist Tom Hardy für sein zum Teil schwieriges Verhalten bekannt. Er soll zu Wutausbrüchen neigen. So kam es am Set von "Mad Max: Fury Road" zwischen Tom Hardy und Charlize Theron zu einer folgenschweren Auseinandersetzung, die für Schlagzeilen sorgte.
Streit zwischen Hardy und Charlize Theron
Im Buch "Blood, Sweat & Chrome: The Wild and True Story of Mad Max: Fury Road" von Journalist Kyle Buchanan wird eine vermeintliche Situation beschrieben, in der die angespannte Stimmung zwischen den beiden Hauptdarstellern am Set eskaliert sein soll. Theron und Hardy sollen brüllend aufeinander losgegangen sein. Die Streitereien hätten am Ende dazu geführt, dass Theron eine Produzentin dazu brachte, immer an ihrer Seite zu sein, um sie vor ihrem Drehpartner zu beschützen.
Laut Kameramann Mark Goellnicht soll Hardy auch zu den "Mad Max"-Dreharbeiten regelmäßig zu spät gekommen sein - womit Charlize Theron offenbar nicht klarkam. Einmal soll sie ihren Co-Star mit einem derben Kraftausdruck beleidigt haben, nachdem Hardy sie stundenlang am Set warten gelassen habe.
Theron soll Hardy als "verdammtes Arschloch" bezeichnet und gefordert haben, ihn "mit hunderttausend Dollar für jede Minute, die er diese Crew aufgehalten hat" zu bestrafen.
Tom Hardys Verhalten am Set von "MobLand" soll Helen Mirren gestört haben
"Volle Schimpfe. Sie schreit es heraus. Es ist so laut, es ist so windig – er hat vielleicht etwas davon gehört, aber er stürmte auf sie zu und sagte: 'Was hast du zu mir gesagt?'", schildert der Kameramann die wilde Szene. Hardy habe "ziemlich aggressiv" gewirkt. Theron hingegen fühlte sich "wirklich bedroht". "Das war der Wendepunkt, denn dann sagte sie: 'Ich will jemanden als Beschützer'", so Goellnicht. "Sie hatte dann eine Produzentin, die die ganze Zeit bei ihr sein sollte", erklärt er.
2024 kam es zu Vorwürfen des US-Fotografen Danny Lyon.
Fotograf durfte Tom Hardy am Set nicht ansehen
Dieser schilderte in seinem Buch "The Bikeriders", wie er nach Cincinnati reiste, um den britischen Schauspieler zu treffen, der dort gerade mit Dreharbeiten beschäftigt war.
Dabei gab es angeblich ein eigenwilliges Verbot zu beachten. Der Fotograf behauptet, ihm sei gesagt worden, er dürfe Hardy auf keinen Fall ansehen. "Sie haben versucht, mich fernzuhalten, aber ich hatte es endlich geschafft. Es war verdammt eiskalt. Ich wollte nur Tom Hardy treffen", erinnerte sich Lyon. "Er kam ans Set und sie sagten: 'Du darfst ihn nicht ansehen.' Ich sagte: 'Was meinst du? Warum kann ich ihn nicht ansehen?' Sie sagen: 'Oh, das gefällt ihm nicht.' Also zwangen sie mich, mich hinter einem Baum zu verstecken und all diesen Mist", erzählte der Fotograf.
Kontakt zu Co-Stars verweigert
Auch "Star Trek"-Star Patrick Stewart hat keine positiven Erinnerungen an seine Zusammenarbeit mit Tom Hardy. Die beiden standen für "Star Trek: Nemesis" vor der Kamera. Stewart zweifelte eigenen Angaben zufolge, dass Hardy eine Chance auf eine Hollywood-Karriere habe, was teilweise auf seine abweisende Art zurückzuführen sei.
Der Jean Luc Picard-Darsteller schrieb in seinen Memoiren, dass sie während der Dreharbeiten nie eine starke Beziehung aufgebaut hätten. "Ich hatte keine einzige aufregende Szene zu spielen, und der Schauspieler, der den Bösewicht des Films, Shinzon, verkörperte, war ein seltsamer, einsamer junger Mann aus London. Sein Name war Tom Hardy", schrieb Stewart über seinen damaligen Co-Star.
Laut Stewart sei Hardy damals mehr daran interessiert gewesen, seine Freizeit mit seiner Freundin zu verbringen, als Kontakte zu den Schauspielern am Set aufzubauen. "Tom hat mit keinem von uns auf sozialer Ebene interagiert. Sagte nie 'Guten Morgen.' Sagte nie 'Gute Nacht.'"
Die Stunden, die er am Set nicht arbeiten musste, habe Hardy in seinem Wohnwagen mit seiner Freundin verbracht. Stewart betonte dabei, dass Hardy zwar kalt war in seinem Verhalten, aber niemals schwierig oder unhöflich.
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