3 Fälle aufgedeckt: Wie Fergie Royal Family sukzessive ausnutzte

Sarah Ferguson
Jahrelang hat die Ex-Herzogin von York ihre Position knallhart ausgenutzt. Nun ist ihr Ruf dahin.

Ihren Titel Herzogin von York musste Sarah Ferguson im vergangenen Jahr aufgeben. Ihre frühere Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wurde ihr und ihrem Ex-Mann Andrew Mountbatten-Windsor zum Verhängnis. Die beiden müssen dieses Jahr auch aus der Royal Lodge ausziehen - ein pompöses Anwesen, das sie seit Jahren bewohnen. 

Fergies Ruf unwiederbringlich beschädigt? 

Royal-Experten schätzen ein Comeback Fergies auf das royale Parkett nach der jüngsten Entwicklung inzwischen als unmöglich ein - auch wenn sie sich in der Vergangenheit schon einige Fehltritte geleistet hat und ihr Image immer wieder doch noch retten konnte. 

Tatsächlich haben die Kontroversen um die Ex-Herzogin nämlich schon vor Jahren begonnen.

Andrew Lownie, Verfasser der brisanten Biografie "Entitled: The Rise and Fall Of The House of York", spricht in einem Podcast von Sky News über eine ganze Reihe von Problemen, die Sarah Ferguson der königlichen Familie in der Vergangenheit bereitet habe.

Wie Sarah Ferguson ihre Posititon jahrelang ausnutzte

Dabei hob der Adelsexperte vor allem drei Bereiche hervor, in denen Fergie durch ihre Verbindung zum Königshaus enorm profitiert habe: Reisen, der Einsatz von Personal und viele Forderungen. 

"Sie begann, ihre Position auszunutzen, und wurde immer unbeliebter, nicht nur bei der Presse, sondern auch beim Palastpersonal", behauptet Lownie. "Sie unternahm Reisen mit Wohltätigkeitsorganisationen, für die sie sich engagierte, blieb aber viel länger als vorgesehen. Sie übernachtete bei anderen Personen und hatte dort Personal dabei."

Dessen nicht genug. Ihr Personal soll die Ex-Herzogin mit ihren Extrawünschen ausgebeutet haben: "Sie kam spät nachts von Partys zurück und erwartete, dass die Angestellten ihr um Mitternacht noch schnell etwas zu essen zubereiteten."

Zu dieser Zeit habe Andrew bei der Royal Navy gedient. Der Experte erklärte: "Wenn er am Wochenende nach Hause kam, war er müde, wollte Golf spielen oder fernsehen, und sie [Sarah Ferguson] wollte feiern", fügte der Autor hinzu und sagte über Fergie und Andrew, dass die beiden in Summe "unvereinbare Charaktere" seien. 

Da wundert es nicht, dass sich die beiden als Paar trennten.  

Die Situation habe sich laut Lownie zugespitzt, als Fergie 1992 in Frankreich mit dem Finanzberater John Bryan erwischt wurde, als er ihr am Pool die Zehen küsste. Fotos davon wurden in Zeitungen veröffentlicht und sorgten für einen Skandal. 

Sarah Ferguson und Ex-Prinz Andrew ließen sich 1996 nach zehn Jahren scheiden, nachdem sie sich bereits 1992 getrennt hatten.

Der ausschweifende Lebenswandel der Ex-Herzogin

In seinem Buch packt Lownie auch über den vermeintlich verschwenderischen Lebensstil Fergies aus. "Die Geschichte von Sarah Ferguson, der Herzogin von York, ist, wie die von Prinz Andrew, geprägt von Ehrgeiz und finanzieller Rücksichtslosigkeit", schreibt er. "Sie feierte, sie nahm sich Liebhaber, sie war indiskret, was Prinzessin Margaret dazu veranlasste, der Herzogin zu sagen: 'Du hast mehr Schande über die königliche Familie gebracht, als man sich je hätte vorstellen können. Offensichtlich hast du nie bedacht, welchen Schaden du uns allen zufügst. Wie kannst du es wagen, uns zu diskreditieren?'"

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In der Vergangenheit hat sich Fergie wiederholt über ihre als zu gering empfundene Scheidungsvereinbarung beklagt. Bereits in den ersten Jahren nach der Scheidung soll sie Schulden in der Höhe von mehreren Millionen Pfund angehäuft haben.

2010 hat sich Ferguson, die einst eine Sekretärinnenschule absolviert hat, offiziell zu ihren Geldsorgen bekannt - als ihre New Yorker Firma "Hartmoor", die ihr zu einer Karriere in den Vereinigten Staaten verhelfen sollte, pleite ging.

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