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Queen Elizabeth: Diesen Wunsch wollte sie Harry und Meghan nicht erfüllen

Harry und Meghan heirateten 2018. Danach wohnten sie in zwei königlichen Residenzen.
Prinz Harry und Meghan Markle küssen sich nach ihrer Hochzeit vor einem mit Blumen geschmückten Eingang.

Prinz Harry und die 2022 verstorbene Queen Elizabeth II. pflegten bekanntlich ein sehr enges Verhältnis. Herzogin Meghan gegenüber war die Königin angeblich kritischer eingestellt, bemühte sich jedoch trotzdem, die damalige Schauspielerin in der königlichen Familie willkommen zu heißen und sie als Schwieger-Enkelin zu akzeptieren.

Doch auch, wenn die Queen das Paar stets unterstützte, lehnte sie einen Wunsch der beiden „entschieden“ ab, wie die britische Zeitung Mirror berichtet.

Meghan wollte in Schloss Windsor leben

Nachdem sie 2018 heirateten, lebten Harry und Meghan zunächst im bescheidenen Nottingham Cottage auf dem Gelände des Kensington Palace, wo Harry auch den Heiratsantrag gemacht hatte. Wenige Monate nach der Trauung zog das Paar dann in das Frogmore Cottage auf dem Windsor-Anwesen – ein Geschenk von Queen Elizabeth. „Wir liebten diesen Ort. Von der ersten Minute an. Es fühlte sich an, als wären wir dazu bestimmt, dort zu leben“, schrieb Harry in seiner Autobiografie „Reserve“ aus dem Jahr 2023.

Doch laut dem Mirror, der sich wiederum auf einen Bericht der Zeitung The Times beruft, hatten Harry und Meghan ursprünglich gehofft, in Windsor Castle selbst wohnen zu dürfen. Dieser Wunsch soll speziell von Meghan ausgegangen sein – und Harry soll sich dem gefügt haben.

Berichten zufolge erkundigte sich das Paar nach der Möglichkeit, Wohnräume im Schloss zu beziehen. Die Königin habe jedoch „entschieden abgelehnt“, so The Mirror. Sie hielt den Wunsch für „unangemessen“, da Windsor Castle zu jener Zeit nur über private Apartments für die Königin und ihren verstorbenen Ehemann Prinz Philip verfügte.

Historiker und Royal-Experte Hugo Vickers erklärte gegenüber The Times: „Es gibt leere Schlafzimmer und Suiten in den privaten Apartments, die die Sussexes möglicherweise ins Auge gefasst hatten, oder vielleicht ehemalige Wohnräume auf dem Schlossgelände, die zu anderen Zwecken umgebaut wurden. Aber ich kann verstehen, dass es nicht unbedingt angemessen ist, eine junge Familie dort wohnen zu lassen.“

Geschenk der Queen war großzügig und persönlich

Stattdessen überließ Queen Elizabeth dem Paar das Frogmore Cottage – eine Entscheidung, die als großzügige und vor allem persönliche Geste betrachtet wurde. Laut der Royal-Expertin Katie Nicholl, die in ihrem Buch „The New Royals“ darüber schreibt, war diese Entscheidung nicht selbstverständlich.

Lady Elizabeth Anson, eine Cousine der Königin, äußerte dazu laut Mirror: „Das Cottage war eine große Sache. Der Eingang der Königin zu den Gärten liegt direkt neben dem Cottage. Es ist im Grunde ihr Hinterhof, ihre Zuflucht, ihre Privatsphäre. Sie gab das auf, als sie Harry und Meghan Frogmore Cottage schenkte. Wir alle dachten, das war sehr großzügig von ihr. Sie sagte: Ich hoffe, sie werden es respektieren.“

Trotz des ausgeschlagenen Wunsches waren Harry und Meghan im Frogmore Cottage sehr glücklich. „Wir konnten es kaum erwarten, morgens aufzuwachen, einen langen Spaziergang durch die Gärten zu machen und uns mit den Schwänen auszutauschen, besonders mit dem grummeligen Steve“, so Harry in seinem Buch. 

Schloss Windsor und die Royals

Die Geschichte der britischen Königsfamilie in Windsor begann kurz nach der normannischen Eroberung Englands. Wilhelm der Eroberer ließ im 11. Jahrhundert auf einem Hügel über der Themse eine Festung errichten, um den Zugang nach London zu sichern. Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte Schloss Windsor.

Viele Monarchen bauten das Schloss weiter aus. König Heinrich II. ersetzte die ursprünglichen Holzbauten durch Steinmauern, und Edward III., der in Windsor geboren wurde, machte das Schloss im 14. Jahrhundert zu einem prachtvollen königlichen Hof. Er gründete dort auch den Hosenbandorden, den ältesten britischen Ritterorden.

Unter den Tudors wurde Windsor ein wichtiger Aufenthaltsort der Königsfamilie. Heinrich VIII. nutzte das Schloss häufig und wurde später in der St George’s Chapel beigesetzt. Während des englischen Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert diente Windsor zeitweise sogar als Militärhauptquartier.

Im 19. Jahrhundert machte Königin Victoria Windsor zu einer ihrer Hauptresidenzen. Das Schloss wurde stark modernisiert und entwickelte sich zum Symbol der Monarchie. Während des Zweiten Weltkriegs lebten die jungen Prinzessinnen Elizabeth und Margaret zeitweise dort, um sich vor den Bombenangriffen auf London zu schützen.

Im 20. und 21. Jahrhundert blieb Windsor eng mit der königlichen Familie verbunden. Queen Elizabeth II. verbrachte dort viele Wochenenden und lebte in ihren letzten Jahren überwiegend auf dem Schloss. Nach ihrem Tod 2022 wurde sie in der St George’s Chapel beigesetzt. Heute nutzt König Charles III. Windsor weiterhin als königliche Residenz und Ort offizieller Veranstaltungen.

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