Prinz Harry: Harte Worte gegen britische WM-Nationalmannschaft
Prinz Harry
Die WM ist vorbei, Spanien wurde bekanntlich Weltmeister, gefolgt von Argentinien, England und Frankreich. Doch auch, wenn in der Fußball-Welt erstmal wieder (etwas) mehr Ruhe einkehrt, wird natürlich immer noch heiß über die Leistungen der jeweiligen Mannschaften diskutiert – vor allem unter Fans.
Auch Prinz Harry gehört zu diesen Fans. Auch wenn er mittlerweile in Kalifornien lebt, hielt er als gebürtiger Brite natürlich der englischen Mannschaft fest die Daumen. Was er von deren Performance gegen Argentinien hielt, verriet der 41-Jährige nun unverblümt in der US-Sport-Show des (ebenfalls britischen) Moderators James Corden. Argentinien gewann gegen England mit 2:1.
Harry: „Es ist eine Frage der Einstellung“
Laut Harry habe es den „Three Lions“ vor allem an der nötigen mentalen Stärke gefehlt, um erstmals seit 1966 wieder ein WM-Finale zu erreichen. Der Herzog von Sussex ist überzeugt: England habe zwar die Führung gegen das ohnehin favorisierte Argentinien erzielen können, doch danach sei das Team in eine Art Schockzustand verfallen. „Es ist eine Frage der Einstellung. Ich denke, was wir gesehen haben, war ein gewisser Schockeffekt“, so Harry zu Corden der Daily Mail zufolge. „‚Mist, wir führen 1:0 gegen Argentinien‘, und es gab diese sofortige Versuchung, sich in die Defensive zurückzuziehen.“
Harry betonte, dass die Mannschaft nicht daran geglaubt habe, ihre Führung auszubauen: „Die Mentalität ist der Glaube. Wenn du 1:0 führst, glaube daran, dass du 2:0 führen kannst.“ Eben diese defensive Haltung sei laut Harry der Grund gewesen, der Argentinien letztlich die Gelegenheit gab, das Spiel zu drehen und als Sieger vom Platz zu gehen.
Harry nimmt Trainer in Schutz
Obwohl Englands Trainer Thomas Tuchel nach dem Halbfinal-Aus vielfach kritisiert wurde, nahm Harry den Coach ausdrücklich in Schutz. „Ich glaube nicht, dass das ein taktischer Plan war. Es ist einfach passiert“, sagte Harry und fügte hinzu: „Nach 72 oder 73 Minuten kannst du gegen ein Team wie Argentinien nicht nur verteidigen, um ein 1:0 zu halten. Das funktioniert nicht.“
Corden witzelte nach diesen ernsten Worten, dass der Fußballspieler Rio Ferdinand der nächste Trainer der englischen Nationalmannschaft werden solle – und Prinz Harry sein Assistent.
Zudem plauderte der Herzog selbst über seine eigene Fußballkarriere, wie Daily Mail berichtet. Während seiner Schulzeit habe er es zunächst in die beste Mannschaft seiner Grundschule geschafft, später sei er jedoch in die untersten Teams abgestiegen, als er auf eine größere Schule wechselte, erinnerte sich Harry schmunzelnd.
Auch William richtete Worte an Nationalmannschaft
Auch Harrys entfremdeter Bruder William meldete sich nach der 1:2-Niederlage Englands gegen Argentinien zu Wort – allerdings richtete er diese direkt an die Spieler und drückte sich aufmunternder aus. „Extrem enttäuscht. England, ihr habt alles gegeben, und wir sind alle so stolz auf euch“, schrieb der 44-Jährige auf der Plattform X.
Der bekennende Fußball-Fan bedankte sich bei allen Beteiligten „auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier“. „Der Kampfgeist und der Glaube, den ihr gezeigt habt, hat uns alle inspiriert“, schrieb William. William ist seit 2006 auch Präsident des englischen Fußballverbandes.
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