William vor seiner schwersten Reise: Palast-Statement überschattet Saudi-Arabien-Trip
Prinz William ist am Montag (9. Februar) auf dem King Khalid International Airport gelandet und wurde vom stellvertretenden Gouverneur von Riad, Prinz Mohammed bin Abdul Rahman bin Abdulaziz Al Saud, empfangen - was den Start seines dreitägigen Besuchs in Saudi-Arabien markierte.
Der Trip gilt als seine bisher anspruchsvollste diplomatische Reise - denn Williams Visite in Vorderasien wird von den Enthüllungen über seinen Onkel Andrew Mountbatten-Winsdor überschattet. Gleichzeitig handelt sich um die erste offizielle Reise des britischen Thronfolgers nach Saudi-Arabien. Sie soll die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Königreichen stärken.
Kontroverse um Andrew trübt Williams Saudi-Arabien-Visite
Um sicherzustellen, dass sich William voll und ganz auf seine diplomatischen Aufgaben konzentrieren kann, hatte der Kensington-Palast im Vorfeld der Reise erstmals öffentlich Stellung Bezogen zu den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten, die weltweit hohe Wellen schlagen.
Ein Sprecher des Kensington-Palastes sagte am Montag gegenüber Journalisten in der saudischen Hauptstadt Riad nur wenige Stunden vor Williams Ankunft: "Ich kann bestätigen, dass der Prinz und die Prinzessin von Wales zutiefst besorgt über die anhaltenden Enthüllungen sind. Ihre Gedanken sind weiterhin bei den Opfern."
Palast wegen Andrew unter Druck
Die Auswirkungen von Andrews Verwicklungen in den Jeffrey-Epstein-Skandal könnten für die britische Monarchie verheerend sein. Dessen dürfte sich William nur allzu sehr bewusst sein. Dazu Königshaus-Korrespondent Russell Myers in einem Artikel für die Zeitung Mirror: "Die Royals spüren den Druck der öffentlichen Abscheu und der Erwartung, mehr zu tun." Charles und William sahen sich zuletzt auch medialer Kritik ausgesetzt, viel zu spät Sanktionen gegen Andrew verhängt zu haben - angesichts der Vorwürfe, die den Ex-Prinzen schon seit Jahren belasten.
Williams Saudi-Arabien-Trip erfolgt nur wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass Andrew nach der jüngsten Veröffentlichung von Epstein-Akten auf Geheiß von König Charles III. aus der Royal Logde ausgezogen ist. Das Statement des Kensington-Palastes sollte wohl sicherstellen, dass der Fokus der Reise des Prinzen von Wales nicht von der Berichterstattung über Andrew getrübt wird.
Prinz William in Saudi-Arabien
König Charles III. will Polizei helfen
Entgehen kann William dem Trubel aber nicht. Denn nur wenige Stunden nach seiner Landung in Riad veröffentlichte der Buckingham-Palast eine Erklärung zu dem in Ungnade gefallenen Bruder des Königs. In einem beispiellosen Schritt erklärte der Palast, der König stehe bereit, die Thames Valley Police zu unterstützen, sollte diese sich wegen der Vorwürfe gegen Andrew, ehemaliger Herzog von York, an ihn wenden (dazu mehr).
William wird nichts übrig bleiben, als die jüngsten Entwicklungen souverän zu überspielen. Berichtet wird, dass er sich voll und ganz auf seine Reise konzentrieren will. Der Besuch in Saudi-Arabien dient dazu, mehr über die Bestrebungen des Landes im Nahen Osten hin zu einer diversifizierten und nachhaltigen Wirtschaft zu erfahren.
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