Komplott gegen William - das bisher böseste Gerücht über Meghan und Harry?
Harry und Meghan
Dass König Charles II. sich im Juni bereit erklärt hat, Prinz Harry und Herzogin Meghan auf Highgrove House in Gloucestershire zu empfangen, schürt Gerüchte um mögliche Pläne der Sussexes um eine Rückkehr nach Großbritannien.
Ein erster Schritt in Richtung Versöhnung ist gemacht. Und auch wenn es nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich ist, dass Meghan und Harry künftig wieder in England wohnen könnten, kursieren - zum Teil ziemlich böse - Spekulationen um eine Rückkehr der beiden ins britische Königshaus.
Adels-Experte verbreitet Verschwörungstheorie
So geht Royal-Experte Mark Dolan so weit zu behaupten, Meghan und Harry würden gar eine Art Verschwörung planen, um Prinz William nach seiner Thronbesteigung zu schaden. Er spekuliert, dass die Sussexes bei einer möglichen Rückkehr in die UK mit dem zukünftigen König und seiner Frau Catherine um die Gunst der Öffentlichkeit buhlen könnten.
„Meghan und Harry werden König William und Königin Catherine das Leben zur Hölle machen“, unkt Dolan im Podcast „The Royalist“ und behauptet ferner, dass die Sussexes „gerne bis zu die Hälfte des Jahres in Großbritannien verbringen [würden], mit diesem rivalisierenden Hofstaat, und das wird sich dann auf die nächste Generation fortsetzen.“
„Archie und Lili werden, wenn sie Teenager und junge Erwachsene sind, George, Charlotte und Louis das Leben zur Hölle machen“, so Dolan weiter.
Keine guten Erfahrungen mit britischer Presse
Woher Dolan die vermeintlichen Informationen bezieht, die seine These belegen könnten, ist nicht bekannt. Seine Aussagen zeigen aber einmal mehr deutlich, dass die britische Presse gegenüber dem Herzogspaar von Sussex nach wie vor weitgehend nicht wohlgesonnen ist.
Prinz Harry und Herzogin Meghan hatten sich 2020 aus der ersten Reihe der Royals verabschiedet und waren in die USA gezogen, wo sie seitdem ihre beiden Kinder Archie und Lilibet großziehen. Am Rücktritt der Sussexes trägt die Yellow Press Mitschuld. Meghan hatte sich in der Vergangenheit darüber beschwert, wie schwer es ihr die britische Boulevardpresse gemacht hatte, nach ihrer Hochzeit mit Harry in England Fuß zu fassen.
Quasi unmittelbar nachdem die Liebesbeziehung zwischen den beiden im Herbst 2016 bekannt wurde, gab es erste rassistische Meldungen von britischen Medien. Die Daily Mail titelte ihre „Exklusivmeldung“ über die Romanze damals mit „Harrys Mädchen kommt (fast) direkt aus Compton“ - in Anspielung auf einen für seine hohe Kriminalitätsrate und Armut berüchtigten Vorort von Los Angeles. In Wirklichkeit wuchs Meghan in behüteten Verhältnissen im Zentrum von LA auf und besuchte Privatschulen.
Rachel Johnson, Schwester des heutigen Premierministers Boris Johnson, schrieb seinerzeit in der Mail on Sunday von Markles „reicher und exotischer DNA“, die den „blassen“ Windsors guttun könne. Angesichts der Häufung derartiger Äußerungen reagierte Harry mit einer Erklärung, in der er „die rassistischen Untertöne“ bestimmter Kommentare und den „Sexismus und Rassismus von Trollen in den sozialen Medien“ brandmarkte.
Damit konnte er die Welle unsensibler oder gar offen beleidigender Äußerungen jedoch nicht stoppen. 2017 grub die Daily Mail Meghans Stammbaum aus und kommentierte diesen mit den Worten, ihre Familie habe sich in 150 Jahren von Baumwoll-Plantagen ins Königshaus „hochgearbeitet“.
Höhepunkt der Hetze: Nach der Geburt von Prinz Archie veröffentlichte ein BBC-Sportmoderator unter der Überschrift „Das royale Baby verlässt das Krankenhaus“ das Bild eines Paares, das einen bekleideten Schimpansen an den Händen hält. Später bezeichnete der Moderator die Aktion als „dummen Scherz“, dennoch wurde er gefeuert.
Prinz Harry hatte dem Herausgeber der „Daily Mail“ und „The Mail on Sunday“ unrechtmäßige Informationsbeschaffung vorgeworfen. Gemeinsam mit anderen Prominenten, darunter Popstar Elton John und dessen Mann David Furnish sowie Schauspielerin Elizabeth Hurley, hatte er gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt, ist letztendlich aber gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter im Juni, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen.
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