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Nach Alkoholentzug und Obdachlosigkeit: Roy-Black-Sohn kehrt in seine Heimat zurück

2005 wanderte Torsten Höllerich nach Kolumbien aus. Doch dort verlief sein Leben nicht wie erhofft.
Roy Black

Torsten Höllerich, der Sohn des legendären Schlagersängers Roy Black, steht vor einem entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben: Nach über zwanzig Jahren in Kolumbien zieht es ihn zurück nach Deutschland.

Über die Gründe sprach er in einem Interview mit der deutschen Zeitung Bild.

Sehnsucht nach Vater Roy Black

Höllerich, der 1976 in München geboren wurde, wanderte 2005 nach Kolumbien aus. „Ich fange mit 50 noch einmal komplett bei null an“, sagt er gegenüber der Bild. Ein zentraler Grund für die Rückkehr ist laut Höllerich seine tiefe Verbundenheit mit Deutschland, das er als seine Heimat bezeichnet. Besonders die Erinnerung an seinen Vater spielt eine große Rolle, er möchte auch näher beim Grab seines Vaters in Oberbayern sein. „Ich habe meinen Vater sehr geliebt und seinen Tod noch nicht überwunden“, beschreibt er seine anhaltende Trauer.

Höllerich erinnert sich im Interview an die gemeinsame Zeit mit seinem Vater, die er als freundschaftlich und besonders innig beschreibt. In den Schulferien beispielsweise gingen die beiden gemeinsam angeln, erzählt er. Auch über seine Mutter spricht Höllerich voller Respekt: Sie habe ihn liebevoll und ohne Strenge erzogen. Trotz der Scheidung seiner Eltern blieben beide einander gegenüber respektvoll. Das habe ihn nachhaltig geprägt. 

Er gibt aber auch an, zum Rest der Familie kaum Kontakt zu haben, weshalb er vorerst bei seinem besten Freund in Niedersachsen wohnen möchte. Zu seinem Onkel Walter Höllerich habe er so gut wie keine Verbindung, seine Halbschwester Nathalie (die Tochter von  Roy Black und Carmen Böhning) kenne er eigentlich nicht. „Sie ist in der Familie ihrer Mutter aufgewachsen und hat offenbar nicht den Wunsch, Kontakt zur Familie Höllerich aufzunehmen“, so Höllerich. Und was sagt Onkel Walter zur Deutschland-Rückkehr seines Neffen? „Das kommt für mich überraschend, ich muss jetzt mal schauen, wie ich mit der Situation umgehe“, wird er von Bild zitiert.

Auch finanzielle Probleme

Doch Höllerichs Rückkehr nach Deutschland hat nicht nur emotionale und nostalgische Gründe, sondern sind auch wirtschaftlicher Natur. In Kolumbien arbeitete er, nachdem das Erbe seines Vaters aufgebraucht war, als Übersetzer und hielt sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs über Wasser. Beruflich konnte er sich in Kolumbien aber nicht wie erhofft etablieren, gibt er zu.

Auch privat musste er sich zahlreichen Herausforderungen stellen: Seine Ehe mit der Kolumbianerin Maria Fernanda zerbrach (er hatte sie betrogen), woraufhin Höllerich das Sorgerecht für seinen Sohn verlor und einen Nervenzusammenbruch erlitt. In der Vergangenheit sprach er offen über seine Alkoholsucht sowie seine Zeit in einer Entzugsklinik („Ich musste die Reißleine ziehen, da ich einfach zu viel getrunken und die Kontrolle verloren habe“, sagte er damals) – aber auch darüber, einige Zeit obdachlos gewesen zu sein.

„Ich weiß, dass das nicht einfach wird, aber ich freue mich auf diesen Neuanfang“, gibt sich Höllerich gegenüber der Bild kämpferisch.

Sein Vater Roy Black starb 1991 im Alter von nur 48 Jahren – offiziell an Herzversagen, doch bei der Obduktion wurden 3,0 Promille Alkohol in seinem Blut gefunden. Black war ein äußerst beliebter Schlagersänger und Schauspieler, der in Österreich vor allem mit der Serie „Schloss am Wörthersee“ Kultstatus erreichte.

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