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Harrys UK-Besuch: Kurzfristige Übernachtungsabsage vom Palast sorgt für Wirbel

Prinz Harry wird wohl doch nicht im Buckingham Palace übernachten, obwohl er eigentlich ein entsprechendes Angebot von König Charles III. angenommen haben soll.
Prinz Harry trägt einen dunklen Anzug mit Krawatte und spricht mit offenem Mund vor einem unscharfen Hintergrund.

Doch kein Aufenthalt im Palast: Um den geplanten Besuch des britischen Prinzen Harry in der alten Heimat herrscht Verwirrung. Harry werde während seines Besuchs in England wohl doch nicht im Palast übernachten – trotz anderslautender Behauptungen seines Teams, berichtet die Daily Mail.

Zuvor hatte es widersprüchliche Angaben gegeben: Montagfrüh gab das Team des Prinzen laut Medienberichten bekannt, der Herzog von Sussex werde während seines Aufenthalts in Großbritannien in dieser Woche im Buckingham-Palast wohnen, nachdem er ein entsprechendes Angebot des Königshauses angenommen habe. Wenig später dementierte der Palast dies jedoch.

Unerwartete Wendung: Prinz Harry soll doch nicht im Palast übernachten

Nach aktuellem Stand werde der Herzog von Sussex am Montag ohne Meghan, Archie und Lilibet in London landen. Zuvor war berichtet worden, dass die gesamte Familie anreisen könnte. Anhaltende Sicherheitsbedenken sollen zu einer Planänderung geführt haben.

Ein Sprecher des Prinzen hatte zunächst erklärt, der König habe ihm eine Unterkunft im Buckingham Palace angeboten, die sein Sohn nach direkter Rücksprache mit seinem Vater angenommen habe.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat der 41-Jährige jedoch eine entsprechende Frist für das Angebot nicht beachtet - ein Aufenthalt sei deshalb nicht möglich. Demnach benötige der Palast eine gewisse Vorlaufzeit, um Besuche planen zu können.

Harry kurzfristig ausgeladen?

Laut der Daily Mail habe der Herzog von Sussex das Übernachtungs-Angebot nicht rechtzeitig angenommen. Damit sei dem Palast die Möglichkeit genommen worden, notwendige Vorkehrungen für seinen Aufenthalt zu treffen.

Harrys Sprecher veröffentlichte daraufhin ein weiteres Statement, in dem er Harrys „Enttäuschung“ zum Ausdruck brachte. Der Sprecher warf dem Palast vor, das Angebot kurzfristig zurückgezogen zu haben.

Es sei „unklar, warum das Unterkunftsangebot, nachdem es formell angenommen worden war, nun im letzten Moment zurückgezogen wurde“, behauptete der Sprecher demnach.

Die Behauptung, Harry hätte nicht rechtzeitig eingewilligt, wurde zudem dementiert.

„Mir sind mehrere Mitteilungen des Buckingham Palace aus der vergangenen Woche bekannt, die darauf hindeuten, dass der Herzog das Angebot einer Unterkunft in einer königlichen Residenz nicht angenommen hat“, zitiert die Daily Mail den Sussex-Sprecher. „Nachdem RAVEC [Anmerkung: Executive Committee for the Protection of Royalty and Public Figures] entschieden hatte, seiner Familie keine Sicherheit zu gewähren, traf der Herzog in der vergangenen Woche alternative Sicherheitsvorkehrungen. Sobald diese getroffen waren, konnte er das Unterkunftsangebot am Wochenende formell annehmen.“

Entscheidung im Bespitzelungsprozess steht an

Berichten zufolge spielen Bedenken wegen der bevorstehenden Entscheidung im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der Daily Mail am Dienstag eine Rolle. Harry und andere Prominente werfen den Reportern des Verlags vor, illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren.

Hintergrund für das Hin und Her ist außerdem ein Streit darum, in welchem Maße dem Prinzen und seiner Familie in Großbritannien noch Polizeischutz zustehen.

Bereits im Juni war Harry und seiner Familie von König Charles III. angeboten worden, während des Aufenthalts in einer royalen Residenz zu wohnen. Ursprünglich plante der Prinz, auch seine Frau Meghan und die beiden Kinder nach London mitzunehmen. Das ist den Berichten zufolge jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Tisch.

Unklar ist laut BBC allerdings, ob Harrys Familie womöglich zu einem späteren Zeitpunkt während des fünftägigen Trips zu ihm stößt. Anlass des Besuchs sind mehrere Termine des Prinzen, darunter Feierlichkeiten rund um den von ihm gegründeten Sportwettbewerb Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen.

Vor Jahren losgesagt

Harry und Meghan hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt. Das Paar lebt mittlerweile mit seinen beiden Kindern in Kalifornien. Das Verhältnis zur Königsfamilie gilt als zerrüttet. Im vergangenen Jahr hatte Harry aber den Wunsch nach einer Aussöhnung geäußert.

Bei früheren Besuchen lehnte Harry es Berichten zufolge ab, im Buckingham-Palast zu wohnen. In den vergangenen Jahren hatte er immer wieder betont, seine Familie aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht nach Großbritannien bringen zu wollen.

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