Fergie lästert in Epstein-Mail über die britische Königsfamilie
Sarah Ferguson
In den neu veröffentlichten "Epstein Files" sind brisante E-Mails der ehemaligen Herzogin von York, Sarah Ferguson, aufgetaucht, die ihre enge Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenlegen – der KURIER berichtete bereits mehrmals darüber.
All diese Dokumente werfen ein neues Licht auf die Verbindungen zwischen Epstein und der britischen Königsfamilie, insbesondere auf die Rolle von Ferguson und ihrem Ex-Ehemann Andrew Mountbatten-Windsor. Ein Skandal, von dem sich wohl beide nicht mehr erholen werden.
So zum Beispiel wurde bekannt, dass Fergie Epstein zu einem mysteriösen "kleinen Jungen" gratulierte, auch schrieb sie in einer E-Mail: "Heirate mich." Zudem äußerte sie sich abfällig über ihre eigene Tochter Eugenie.
Aber auch eine weitere E-Mail aus dem Jahr 2010, die veröffentlicht wurde und nun für mediales Aufsehen sorgt, hat es in sich. Darin lässt Ferguson nämlich tief blicken, was ihre Meinung und ihre Beziehung zu der Royal-Familie betrifft.
Der "Cash-for-Access"-Skandal
Die E-Mail stammt aus der Zeit nach Fergusons "Cash-for-Access"-Skandal. Damals wurde sie von Journalisten der britischen Zeitung News of the World in einer Undercover‑Recherche gefilmt. Sie bot dabei an, gegen Bezahlung Treffen mit Prinz Andrew zu arrangieren und geschäftliche Kontakte zu ermöglichen. Andrew war damals als britischer Sondergesandter für Handel und Investitionen tätig.
Ferguson verlangte 500.000 Pfund, als "Vorschuss" nahm sie 40.000 Pfund in bar an. Nach der Veröffentlichung der Videoaufnahmen entschuldigte sich Ferguson öffentlich und erklärte ihr Handeln mit finanzieller Not. Sie betonte zudem, dass Andrew nichts von dem Angebot gewusst habe. Der Skandal schadete Fergusons Image erheblich.
Fergie lässt sich über Royals aus
In einer Mail an Epstein schrieb sie im Juni 2010: "Ich bin jetzt völlig auf mich allein gestellt". Fergie fügte hinzu, dass sie von der britischen Presse "zu 1000 Prozent aufgehängt" werde.
Doch Ferguson nahm sich auch kein Blatt vor den Mund, als es um ihre Kritik an der königlichen Familie ging. Von dieser nämlich fühlte sie sich im Stich gelassen. Sie spielte auch darauf an, wie – ihrer Meinung nach – misogyn sich die britische Königsfamilie immer schon verhalten hatte. "Wie ich immer gesagt habe, hat noch nie eine Frau die königliche Familie mit dem Kopf verlassen [eine Anspielung auf die frühere Todesstrafe durch Enthauptung; Anm.]. Da man mich nicht enthaupten kann, wird man mich diskreditieren – völlig zerstören." Und: "Ich hab keine Worte."
Fergie bedankte sich in einer E-Mail auch bei ihrem Freund Epstein dafür, dass er ihr "Stütze" in dieser schwierigen Zeit sei. Zudem bezeichnete sie ihn auch als "Legende" und "den Bruder, den ich mir immer gewünscht habe". Epstein, der wiederholt Unterkünfte für sie in den USA organisierte, unterstützte Ferguson finanziell, was sie später als "gigantischen Fehler" bezeichnete.
Was haben Charles und William gewusst?
Die Beziehung zwischen Epstein und der britischen Königsfamilie wirft Fragen über die Rolle von Ferguson und Andrew in der Causa auf. Ein Insider behauptete gegenüber der Daily Mail, dass König Charles und Prinz William von weiteren Enthüllungen im Zusammenhang mit Epstein bereits gewusst hätten. "Es scheint klar, dass William und der König bereits Ende letzten Jahres eine Art Vorwarnung erhalten haben", so die Quelle. Dies könnte erklären, warum Andrew und Ferguson aus dem Royal Lodge ausziehen mussten, was zuerst von der Öffentlichkeit als übermäßig hart kritisiert wurde.
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