Fragwürdiges Timing: Trump beleidigt Harry kurz vor Charles' USA-Visite

Nur wenige Tage vor dem Besuch von König Charles III. in den USA erlaubte sich Präsident Donald Trump einen Seitenhieb gegen Harry.
Donald Trump

Nur wenige Tage vor dem Besuch von König Charles III. in den USA erlaubte sich Präsident Donald Trump einen Seitenhieb gegen dessen jüngeren Sohn. Prinz Harry spräche "nicht für Großbritannien".

Krieg beenden: Harrys Appell an Putin in Kiew

Auslöser für die Bemerkung des US-Präsidenten war ein Überraschungsbesuch von Prinz Harry in Kiew. Beim Kyiv Security Forum am 23. April forderte der Herzog von Sussex, der ohne seine Ehefrau angereist war, Wladimir Putin auf, den Konflikt zu beenden. Der 41-Jährige appellierte an den russischen Machthaber, es gäbe "noch einen Moment, um diesen Krieg zu beenden".

"Jahre nach Beginn dieses Krieges", sagte Harry, "mit immensen Verlusten und begrenzten Erfolgen, wird immer deutlicher, dass dieser Weg keinen Sieger hervorbringt – nur noch mehr Leid". Er fügte hinzu: "Präsident Putin, kein Land profitiert von dem anhaltenden Leid, das wir erleben."

"Ich bin nicht als Politiker hier", stellte Harry klar. Er sei aber der Meinung, dass sich die Welt nicht an diesen Krieg gewöhnen oder gegenüber seinen Folgen abstumpfen dürfe.

Trump stellt Prinz Harrys Autorität infrage

Donald Trump konnte sich eine Bemerkung über Harrys Rede nicht verkneifen. Auf die Frage eines Reporters, ob der Prinz gefordert habe, dass Trump mehr für ein Ende des Ukraine-Kriegs tun solle, antwortete dieser spöttisch: "Prinz Harry? Wie geht es ihm? Wie geht es seiner Frau? Bitte richten Sie ihr meine Grüße aus. Ich weiß eines: Prinz Harry spricht nicht für Großbritannien, das ist sicher."

"Ich glaube, ich spreche noch eher für das Vereinigte Königreich, als Prinz Harry es tut. Aber ich weiß seinen Rat sehr zu schätzen", stichelte Trump, der in der Vergangenheit schon einige Male gegen die Sussexes ausgeteilt hatte (dazu mehr). 

Es ist diesmal vor allem das Timing des Seitenhiebs, das für Aufsehen sorgt. 

Immerhin wird Prinz Harrys Vater Charles bald die Vereinigten Staaten beehren. Der Staatsbesuch bei Donald Trump soll die zuletzt angespannten Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien kitten.

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