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22.12.2017

Rassistische Brosche: Prinzessin beleidigt Meghan Markle

Britische Medien üben Kritik an einem Schmuckstück, das Prinzessin Michael bei einem Mittagessen mit Harrys Verlobter trug.

Die Sympathie der Queen hat sie schon. Am Mittwoch lernte Meghan Markle beim traditionellen Christmas Lunch mit der Königin nun auch den Rest ihrer royalen Familie in spe kennen. Ein Familienmitglied trug jedoch anscheinend völlig offen seine Abneigung gegen die Seriendarstellerin zur Schau.

Symbol für Sklaventum

Prinzessin Michael von Kent, die Ehefrau eines Cousins der Queen, präsentierte sich bei dem gemeinsamen Lunch mit Prinz Harrys Verlobter mit einer höchst befremdlichen Brosche, die sie an ihrem Mantel befestigt hatte: Es handelt sich um ein Schmuckstück des kontroversen Kunstgewerbes "Blackmoorart" – das für seine Darstellung von meist afrikanischen Männern in Form von Dienern bekannt ist.

Wegen ihrer rassistischen Skulpturen wurde die Firma schon oft kritisiert. Auch Prinzessin Margrets Brosche zeigt einen "Mooren" - eine schwarze Figur in goldenem Dienergewand (Bilder hier).

"Um es einfach auszudrücken, dieses Schmuckstück ist eine Darstellung des Sklaventums", schreibt US-Bloggerin Lainey Gossip.

Prinzessin Michael von Kent ist für ihre schwarzenfeindliche Haltung bekannt. So soll sie britischen Medien zufolge 2004 dem farbigen Personal eines Restaurants gesagt haben, es solle "zu seiner Kolonie zurückkehren."

Dass sie ausgerechnet "beim traditionellen Christmas Lunch mit der Queen, bei dem deren Enkel seine Verlobte seiner Familie vorstellt" eine solche Brosche trägt, hält die Autorin von Lainey Gossip für unerhört.

Auch britische Medien üben Kritik an dem Schmuck der Prinzessin.

Markle: Schon oft rassistisch angefeindet

Da Meghan Markle einen weißen Vater und eine dunkelhäutige Mutter hat, wurde die Schauspielerin nach Bekanntwerden ihrer Beziehung mit Harry in den sozialen Netzwerken rassitisch angefeindet.

"Natürlich ist es entmutigend. Es ist wirklich eine Schande, dass so eine Stimmung in der Welt herrscht, dass sich Menschen so sehr darauf fokussieren und dass es diese Diskriminierung gibt", hatte Markle im BBC-Interview erklärt, in dem sie und Harry erstmals offen über ihre Liebe und Verlobung sprachen.