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04/12/2021

Prinz Charles: Ungewohnt emotionale Worte über seinen Vater Philip

Prinz Charles hat sich in einer TV-Ansprache zum Tod seines Vaters Prinz Philip geäußert und wurde dabei ungewohnt emotional.

Das britische Königshaus trauert um Prinz Philip, der am Freitag, dem 9. April, im Alter von 99 Jahren nach einem längeren Spitalsaufenthalt verstorben ist. In einer TV-Ansprache hat sich nun Philips ältester Sohn, Prinz Charles, zum Tod des Prinzgemahls geäußert. Dabei zeigte sich der Thronfolger von einer ungewohnt sensiblen Seite.

Charles: "Mein Lieber Papa war ein ganz besonderer Mensch"

In einer besonders emotionalen Anrede im britischen Fernsehen sprach Prinz Charles über seinen Vater und machte deutlich, wie sehr der Verlust die Königsfamilie trifft.

"Ich wollte vor allem sagen, dass mein Vater die letzten 70 Jahre der Queen, meiner Familie und dem Land und auch dem gesamten Commonwealth den bemerkenswetesten und hingebungsvollsten Dienst erwiesen hat", sagte der 72-Jährige über seinen Vater. "Und wie Sie sich vorstellen können, vermissen meine Familie und ich meinen Vater enorm", so Charles, sichtlich mitgenommen. "Er war eine sehr geliebte und geschätzte Persönlichkeit."

Er sei gerührt von all den anderen Menschen, die den Verlust und die Trauer der Königsfamilie teilen, so Charles weiter.

"Mein Lieber Papa war ein ganz besonderer Mensch", fuhr Charles liebevoll fort. "Ich denke, dass er vor allem über die Reaktionen und rührenden Dinge, die über ihn gesagt werden, erstaunt gewesen wäre." Er und seine Familie seien für all das dankbar. "Es wird uns in diesem besonderen Verlust und in dieser besonders traurigen Zeit Halt geben", versichert der älteste Sohn der Queen.

 

Bereits in den vergangenen Wochen, als Prinz Philip noch im Krankenhaus behandelt wurde, soll sich sein Sohn große Sorgen um Philip gemacht haben. Charles war auch das einzige Mitglied der britischen Königsfamilie, welches dem Prinzgemahl im Spital einen Besuch abgestattet hatte. "Er ist ein Mann, der Gefühle sehr stark empfindet und sich viel mehr Sorgen um den Herzog von Edinburgh macht als um alles, was Oprah Winfrey in Kalifornien vorhat", behauptete noch Anfang März ein Palastinsider gegenüber der Daily Mail über den zukünftigen König in Anspielung auf Meghans und Harrys Oprah-Interview.

Schwieriges Vater-Sohn-Verhältnis

In der Tat hatten Vater und Sohn viel aufzuarbeiten. In der Vergangenheit berichteten Royal-Experten immer wieder über ein vermeintlich schlechtes Verhältnis von Charles zu Prinz Philip. In seiner offiziellen Biografie klagte Charles über seine "elende" Kindheit. Seinen Vater beschrieb der heute 72-Jährige als "hart" und "einschüchternd".

Ein Mitgrund für die Spannungen zwischen Vater und Sohn soll unter anderem aber auch Charles' Scheidung von Prinzessin Diana gewesen sein. Autorin Penny Juror erzählte in der Dokumentation "Prince Philip - A King Among Princes" aus dem Jahr 2016: "Der Herzog von Edinburgh hat seinen Sohn einfach nicht verstanden."

Was zwischen ihnen stand, sei der Umstand gewesen, dass Philip Charles' verstorbener Ex-Frau Diana den Rücken stärkte. In Briefen an seine Schwiegertochter teilte der Prinzgemahl Diana seine volle Unterstützung mit und übte scharfe Kritik am seinem Sohn. "Charles war dumm, für einen Mann seiner Position, alles für Camilla zu riskieren", soll Prinz Philip Diana einst über die Affäre seines Sohnes geschrieben haben.

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