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30.11.2017

Lewinsky ärgert TV-Doku über Clinton-Affäre

Monica Lewinsky findet es gar nicht gut, wie die neue TV-Doku über sie und Bill Clinton betitelt wird.

Ihre öffentlich bekannt gewordene Sex-Affäre mit Ex-US-Präsident Bill Clinton machte Monica Lewinsky zu der wohl berühmtesten Praktikantin der Welt. 1998 wurde das Verhältnis bekannt, von dem Medien weltweit monatelang bis ins kleinste Detail berichteten.

"Die Schande klebt wie Teer an mir", sagte Lewinsky erst 2016 zu dem Skandal zum Guardian. "Ich habe mich 1998 und 1999 gefühlt, als ob sie mir jede einzelne Hautschicht abgezogen haben. Meine Identität wurde zerstört."

Bis heute könne sie die Vergangheit nicht abschütteln, so die 44-Jährige. Da sind die Blicke, wenn sie ausgeht. Das leise Getuschel. Wogegen sie sich nun aber wehrt, ist, dass sie immer als eine Täterin behandelt wurde, die beinahe die Ehe der Clintons zerstört hat. Sie wurde von bekannten Feministinnen als Schlampe bezeichnet. "Sie könnte ihren Mund vermieten", so etwa Autorin Nancy Friday über die zukünftigen Jobs für Lewinsky.

Tatsächlich wollte sie nach einem Psychologie-Studium in London niemand anstellen.

Schließlich ging sie mit ihrer Geschichte offen um und erklärte, dass Bill Clinton ihre Unerfahrenheit als 21-jährige Praktikantin ausgenutzt habe. Seit einigen Jahren setzt sie sich gegen sogenanntes Cyber-Mobbing ein. Da sie für ihre Affäre mit Clinton jahrelang öffentlich an den Pranger gestellt wurde, will sie anderen Mobbing-Opfern Mut machen.

2015 hielt sie auf der Ideen-Plattform TED eine bewegende Rede gegen den Psychoterror im Internetzeitalter, die mit Standing Ovations gefeiert wurde.

Schlägt anderen Titel vor

Jetzt wehrt sich Lewinsky auch gegen eine neue TV-Doku (2. Dezember auf E.T.), die sich "Der Monica Lewinksy Skandal" nennt. Sie sei nicht die Person, die skandalös ist. Auf Twitter schlägt sie daher vor, die Sendung "Die Clinton Anklage" zu nennen oder "Die Starr Ermittlungen", weil Jurist Kenneth Starr die sexuelle Beziehung genüsslich und bis ins kleinste Detail der Weltöffentlichkeit schilderte.

Viele User auf Twitter unterstützen die einst so extrem gescholtene Frau heute: "Du bist eine Inspiration für Leute, die gemobbt werden. Bleib positiv", so einer der vielen Kommentare zu Monicas "Richtigstellung" des TV-Titels.