Politik | Ausland
22.11.2017

Belästigungs-Vorwürfe gegen Bill Clinton

Boulevard-Aufdecker enthüllt weitere Affären des US-Präsidenten in neuem Buch.

Seinen Ruf als einst hochseriöser Autor und Chef des Magazins der New York Times, den hat sich Ed Klein ohnehin bereits ruiniert, nichts also hindert ihn daran, nach seinen jüngsten, wüsten Attacken in Buchform gegen Hillary Clinton ("The truth about Hillary") diesmal auch ihren Mann, den ehemaligen US-Präsidenten, ins Visier zu nehmen. "All out war, the plot to destroy Trump", also in etwa "Totaler Krieg, die Verschwörung Donald Trump zu zerstören", heißt das neue Machwerk. Und einer der härtesten Vorwürfe darin richtet sich gegen Bill Clinton. Klein bedient dabei ein bewährtes Angriffsfeld gegen den ehemaligen Präsidenten, seine außerehelichen Affären. Schließlich hat die Affäre rund um Monica Lewinsky und das damals sprichwörtlich gewordene "oral office" den Präsidenten beinahe sein Amt gekostet, Das impeachment- , also Amtsenthebungs-Verfahren, das der Kongress gegen ihn einleitete, überschattete fast die gesamte zweite Amtszeit Clintons. Die noch ältere Affäre mit Paula Jones konnte ja schließlich nur durch Bezahlung von 850.000 Euro aus der Welt geschafft werden.

Nach Ende der Amtszeit

Diesmal aber, so Kleins Anschuldigungen, würde es sich - zum ersten Mal - um sexuelle Übergriffe nach dem Ende von Clintons Amtszeit handeln. Die Übergriffe sollen sich an Bord des Privatjets eines engen Freundes der Clintons abgespielt haben. Es handelt sich um den Milliardär Ron Burkle, internationaler Investor und ehemals enger Freund von Bill Clinton. Burkle hatte Bill für seine Wahlkämpfe Millionen gespendet. An Bord des Luxusfliegers soll Clinton, der ja mit Burkle rund um die Welt flog, sich gegenüber zumindest vier jungen Frauen unter 20 übergriffig verhalten haben. Die waren allesamt kleine Angestellte in Burkles Firmen. Das ist zumindest die Behauptung, die die vier Damen bei ihren Anwälten deponiert haben. Derzeit, so berichtet die britische Boulevardzeitung Daily Mail, sollen Verhandlungen über einen Vergleich mit dem Clinton-Team laufen, dieses hat zumindest die Existenz der Vorwürfe gegenüber der Zeitung bestätigt.

Bill und Hillary wehren sich

Bill ist bestürzt bei dem Gedanken, dass er schon wieder zu Sex-Vorwürfen aussagen und sich verteidigen soll“, sagte eine Quelle Ed Kleins, ein Funktionär der Demokratischen Partei, der mit dem Fall vertraut sein soll. Er hoffe, dass seine Anwälte die Frauen davon abbringen können, zu klagen und „ihn in den Dreck zu ziehen“.

Auch Hillary Clinton soll bereits Untersützung für ihren Mann angeboten haben. Sie hatte ja schon bei den damaligen Affären ihres Mannes letztendlich geholfen, die Frauen, die gegen Clinton auftraten, zu attackieren.