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07/01/2021

"Königin der Herzen": Prinzessin Diana wäre heute 60 geworden

Diana starb im Alter von 36 Jahren auf der Flucht vor Paparazzi bei einem spektakulären Unfall in Paris - und wurde bereits kurz nach ihrem Tod mit Inbrust verehrt.

Sie galt zu Lebzeiten als "Königin der Herzen" und ist es für viele heute noch: An diesem Donnerstag wäre Prinzessin Diana 60 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass wollen ihre Söhne William und Harry in London eine Statue im Andenken an ihre gestorbene Mutter enthüllen. In Auftrag gegeben hatten die beiden Prinzen das Denkmal schon vor vier Jahren. Doch anders als damals sind die einst unzertrennlichen Brüder inzwischen schwer zerstritten.

Wie die BBC unter Berufung auf Insider-Kreise berichtete, soll die Kommunikation zwischen den beiden mittlerweile aber auf ein Minimum beschränkt und von tiefem Misstrauen und Ärger geprägt sein. Eine Sache, über die Prinzessin Diana zutiefst besorgt gewesen wäre, heißt es.

Leben im Dienste anderer

Geboren wurde die spätere Prinzessin von Wales als Lady Diana Frances Spencer auf dem königlichen Gut Sandringham. Ihre Kindheit bezeichnete sie selbst als "unglücklich". Nach dem Besuch englischer Privatschulen beendete sie ihre Ausbildung in der Schweiz und arbeitete später als Kindergärtnerin in London. Ihr Einsatz für Menschen in Not machte sie zurm Vorbild für viele und veränderte die britische Monarchie. Wie kein anderes Mitglied des Königshauses hatte ihr Mitgefühl mit anderen Menschen zum Ausdruck gebracht.

Diana starb im Alter von 36 Jahren auf der Flucht vor Paparazzi bei einem spektakulären Unfall in Paris - auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit, als im Sommer 1997 der Wagen, mit dem sie und ihr damaliger Freund Dodi Al Fayed unterwegs waren, an einem Tunnelpfeiler in Paris zerschellte. Die beiden waren auf der Flucht vor Paparazzi. Ein Schicksal, das ihr jüngerer Sohn Harry auch für seine Frau Herzogin Meghan fürchtet, wie er in Interviews immer wieder betont. Das Paar hat mit dem zweijährigen Archie und der erst kürzlich zur Welt gekommenen Lilibet zwei Kinder. In einem Aufsehen erregenden Interview mit US-Talkshowlegende Oprah Winfrey warfen sie dem Königshaus mangelnde Rücksichtnahme und sogar Rassismus vor. Meghan hat teilweise afroamerikanische Wurzeln.

"Ehe zu dritt"

Auch Dianas endgültigem Bruch mit den Royals ging ein Aufsehen erregendes Interview voraus. Das im britischen Investigativprogramm BBC-Panorama zur besten Sendezeit ausgestrahlte Exklusiv-Gespräch lockte im November 1995 rund 23 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Die bereits von Prinz Charles getrennte, aber noch nicht geschiedene Diana beschrieb darin, wie sie sich in der medialen Dauerbeobachtung zuerst vom Königshaus alleine gelassen fühlte und dann nach der Trennung regelrecht sabotiert und gezielt in ihrem Ruf beschädigt fühlte - auch aus Neid auf ihre große Beliebtheit. Und sie legte die Affäre ihres Mannes mit Camilla Parker-Bowles offen. "Wir waren zu dritt in dieser Ehe", sagte Diana in die Kamera - ein unerhörter Tabubruch. Kurz darauf reichte Charles die Scheidung ein.

Mehr als 200 Millionen Menschen verfolgten weltweit am Fernseher, wie die volksnahe Diana über die emotionale Kälte am Hofe und die Untreue ihres Mannes Prinz Charles plauderte. Schlimmer noch: Sie sagte, dass Thronfolger Charles wohl nicht für den "Top-Job" - also König zu sein - geeignet sei. Ungewöhnlich offen waren Dianas Worte. "Ich möchte Königin im Herzen der Menschen sein. Aber ich sehe mich nicht als Königin dieses Landes." Doch sie teilte auch heftig aus: "Ich glaube nicht, dass viele Leute mich als Königin wünschen. Ich meine vor allem das Establishment, in das ich hineingeheiratet habe. Für die bin ich ein Versager."

Vorwürfe, sie wolle die Monarchie zerstören, wies sie zurück. "Warum sollte ich etwas zerstören, das die Zukunft meiner Kinder sichert? Ich werde für meine Kinder auf allen Ebenen kämpfen." Sie selbst wollte eine Art Sonderbotschafterin für ihr Land werden. Die damals 34-Jährige gab auch zu, selbst eine Affäre gehabt zu haben: Sie hatte Trost bei Reitlehrer James Hewitt gesucht und wurde letztlich durch seine Indiskretionen enttäuscht. Das Verhältnis habe die Grenzen der Freundschaft überschritten, sagte sie. "Ich habe ihn angebetet. Ja, ich war in ihn verliebt." Auch von Selbstverletzungen - Schnitte in Arme und Beine - und Bulimie berichtete sie.

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt BBC war erst heuer heftig unter Druck geraten: Eine Untersuchung hatte ergeben, dass ein Journalist gefälschte Dokumente eingesetzt hatte, um Zugang zu Prinzessin Diana zu erhalten. Fingierte Kontoauszüge sollten beweisen, dass Diana von Menschen in ihrem Umfeld bespitzelt wurde. Später hatte die BBC das Fehlverhalten vertuscht.

Vielleicht hätte Prinzessin Diana ihre Heimat England inzwischen selbst verlassen und in den USA gelebt. Ein neuer Mann an ihrer Seite? Hätte sie ein zweites Mal geheiratet? Rätsel, auf die es keine Antwort geben wird. Fragen, die sich viele Vereher und Vereherinnen auch heute noch stellen - fast 24 Jahre nach ihrem Tod.

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