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Stars
08/10/2021

Judy Garlands Kinder erinnern sich an ihre Mutter: "Keine normale Kindheit"

Die prominenten Kinder der verstorbenen Hollywood-Ikone haben seltene Einblicke in ihr früheres Familienleben gegeben.

Liza Minnelli blickt auf ein bewegtes Leben zurück. In den USA werden sie als "EGOT" bezeichnet: Menschen, die alle vier wichtigsten Preise der Entertainmentbranche - Emmy, Grammy, Oscar und Tony - gewonnen haben. Nur sehr wenige gibt es davon, aber sie gehört dazu. "Das beste daran, eine Auszeichnung zu gewinnen, ist der Abend, an dem du sie gewinnst", sagte die Diva jüngst der Vanity Fair. "Und danach musst du zurück an die Arbeit gehen." Am 12. März wurde die Schauspielerin und Sängerin 75 Jahre alt.

Berühmt wurde Minnelli schon vor ihrer Geburt, als Fans und Boulevardmedien sehnsüchtig das Kind von Schauspielstar Judy Garland (1922-1969, "Der Zauberer von Oz") und Regisseur Vincente Minnelli ("Vater der Braut") erwarteten. "Ich wurde geboren und dann haben sie ein Foto gemacht." Schon mit drei Jahren steht Minnelli das erste Mal vor der Kamera und wächst im Showbusiness auf. "Fast jeder, den meine Eltern kannten, war im Showbusiness", sagte sie der Vogue. "Deswegen war fast jeder, den ich in meiner Kindheit getroffen habe, in der Branche tätig. Wenn ich jetzt zurückschaue, realisiere ich natürlich, dass das keine normale Kindheit war. Aber für mich damals war es das." Und es sei auch eine glückliche Kindheit gewesen.

Nach wie vor gebe es viele Missverständnisse über das Vermächtnis ihrer berühmten Mutter, sagte Liza Minnelli, Garlands ältestes Kind, kürzlich gegenüber Closer: "Eines der größten war, dass sie mir keine glückliche Jugend beschert hat", erklärte die 75-Jährige dem Magazin. "Es gab natürlich Höhen und Tiefen, aber ich kann sagen, dass ich sehr glücklich war." "Sie hatte Tragödien in ihrem Leben, aber sie war keine Tragödie", sagte Garlands Tochter Lorna Luft. "Ich erinnere mich, dass ich viel Spaß mit ihr hatte, als wir alleine waren", so Sohn Joey Luft.

Vererbtes Talent

Das Talent hat Garland vor allem Minnelli in die Wiege gelegt. "Von meiner Mutter habe ich den Elan, von meinem Vater die Träume, und einen guten Sinn für Humor habe ich von beiden", sagte sie einst - der Grundstein für ihren Weg ins Showbusiness. Sie war Broadway-Star, Tänzerin und Nachtclubsängerin, bis sie Anfang der 70er-Jahre den endgültigen Durchbruch schaffte. Die Musicalverfilmung "Cabaret" wurde zum Welterfolg. Mit ihrer Rolle als Nachtclubsängerin Sally Bowles im Berlin des Jahres 1931 erschuf Minnelli eine Ikone und wurde mit dem Oscar ausgezeichnet. Als ihr Name vorgelesen wurde, habe ihr Vater laut aufgeschrien, erinnert sich Minnelli. "Ich habe Tinnitus, weil mein Vater bei den Oscars so geschrien hat, ehrlich."

Garland sei eine "beschützende" und "sehr strenge Mutter" gewesen, aber auch "sehr witzig" und "unglaublich intelligent". Wenn es Minnelli nicht gut ging, sei sie stets dagewesen: "Meine liebste Erinnerung an meine Mama sind die Gespräche, die wir hatten", sagt sie nun dem Closer-Magazin. "Als Teenagerin wurde ich ihre beste Freundin und Vertraute. Wir haben stundenlang gelacht und gesprochen." Außerdem fühle sie die Präsenz ihrer Mutter noch heute: "Wenn ich sie rufe, ist sie da."

Minnelli versuchte stets, sich aus dem Schatten ihrer berühmten Eltern herauszuarbeiten. "Das Härteste war, als ich selbst bekannt zu werden begann und nicht als die Tochter von jemandem", sagte die Diva einmal in einem Interview. "Es war nicht und ist nicht einfach, ein so genanntes normales Leben zu führen." Dabei habe sie alles selbst geschafft. "Meine Mutter hatte es nicht so mit Unterrichtsstunden und Ratschlägen. Sogar als ich in die Branche gegangen bin, hat sie mir nicht alles bereitgelegt - ich habe es einfach gemacht. Ich bin mir sicher, dass Produzenten und Regisseure fasziniert davon waren, dass ich die Tochter von Judy Garland war und dass mir das sicher geholfen hat, aber ich bin rausgegangen und habe es alles selbst gemacht."

Inzwischen hat sich Minnelli aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen. Die 2019 veröffentlichte Filmbiografie über ihre Mutter ("Judy"), für die Hauptdarstellerin Renée Zellweger mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, kommentierte sie nur kurz und abweisend. "Ich hoffe, dass sie eine gute Zeit dabei hatte, es zu drehen." Aber sie könne sich auch vorstellen, wieder zu schauspielern, sagte Minnelli der Vanity Fair. "Je nachdem, was da so kommt. So war ich schon immer."

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