Jon Bon Jovi: Wie geht es ihm nach der Stimmband-OP?
Rock-Legende Jon Bon Jovi verriet dem US-Magazin People in einem ausführlichen Interview, wie es ihm nach seiner Stimmband-Operation aus dem Jahr 2022 geht. Die damalige Diagnose: Atrophie der Stimmlippe. Damals war nicht sicher, ob er je wieder auf der Bühne stehen könne.
Entsprechend groß ist nun die Erleichterung: Der 64-Jährige hat sich vom Eingriff "vollständig erholt", wie er betont.
Noch engere Verbindung zu Bandkollegen
Doch der Weg dorthin war ein steiniger. Eine intensive und zeitaufwendige Arbeit mit Stimmtrainern liege hinter ihm, erzählt Bon Jovi. "Es hat länger gedauert, als ich je erwartet hätte, aber es musste perfekt sein." Und er fügt hinzu: "Wir haben nie den Glauben verloren.“
Mit "wir", damit meint er auch seine Bandkollegen David Bryan, Tico Torres und Phil X. Diese standen ihm während dieser schwierigen Zeit stets zur Seite und unterstützten ihn tatkräftig. Vor allem aber bewiesen sie laut Bon Jovi eines: Loyalität. "Sie haben nie daran gezweifelt, haben sich nie anderweitig umgesehen oder beschlossen, in den Ruhestand zu gehen. Die Opfer, die jeder von ihnen gebracht hat, um für mich da zu sein, sind außergewöhnlich." Und weiter: "Sie haben gesagt: 'Nein, wir stehen zu dir.' Jeden Tag bei jeder Probe waren sie da. Meine Liebe zu ihnen ist nur gewachsen.“
Was Bon Jovi, beinahe entschuldigend, auch betont wissen will, ist, dass er stets gut auf seine Stimmbänder geachtet habe. "Ich habe nie etwas getan, um sie zu schädigen. Ich bin ein geschulter Sänger und habe mein Handwerk geübt." Die Diagnose war deshalb nicht nur eine Überraschung, sondern auch ein großer Schock. "Als mir dann ein Arzt erklären musste, dass eines der Stimmbänder buchstäblich verkümmerte, war das verwirrend", erinnert sich Bon Jovi im Interview.
Neue Wertschätzung für das Leben
Umso mehr freut sich der Sänger nun auf die bevorstehende Tour, die passenderweise den Namen "Bon Jovi Forever" trägt und Anfang Juli in New York starten wird. Auch Europa-Termine sind vorgesehen. "Es ist wie ein Geschenk, das ich halten darf", so Bon Jovi über die besondere Verbindung zwischen der Band und den Fans. "Und das Geschenk, das ich erhalte, ist die Reflektion dieses Lichts, wenn es das Publikum berührt."
Die aktuelle Phase seines Lebens beschreibt der 64-Jährige als "Wiedergeburt". Er habe eine neue Wertschätzung für das Leben erhalten, erklärt er. "Außerhalb der Arbeit finde ich Freude darin, zu sehen, dass die Sonne scheint. Das mag banal klingen, aber es ist nicht so." Früher habe er sich oft ausschließlich auf die Zukunft konzentriert und dabei den gegenwärtigen Moment übersehen. "Das hat mich dazu gezwungen, nicht nur im Heute zu leben, sondern auch dankbar für jeden Tag zu sein, der noch da ist", fügt er hinzu. "Die einfachen Freuden – mit meiner Enkelin aufzuwachen, Tennis zu spielen, die Wolken am Himmel zu betrachten – das ist es, worum es im Leben geht. Das ist echte Freude."
People ließ es sich natürlich auch nicht nehmen, Bon Jovi über seine Schwiegertochter zu befragen, bei der es sich immerhin um niemand geringere als Millie Bobby Brown, die weltberühmte Schauspielerin aus "Stranger Things", handelt. Viel wollte der Sänger aber nicht verraten, sein Großvater-Dasein (er hat zwei Enkelkinder) beschrieb er allerdings mit den enthusiastischen Worten: "Es ist großartig, wirklich großartig."
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