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Stars
10/17/2019

Joaquin Phoenix lebt seit drittem Geburtstag vegan

Der "Joker"-Star setzt sich leidenschaftlich für Tierschutz ein und hat seit seiner frühen Kindheit keine tierischen Produkte konsumiert.

An seinem dritten Geburtstag bekam US-Schauspieler Joaquin Phoenix (der damals noch Joaquin Bottom hieß und mit seiner Familie in Venezuela lebte) zum ersten Mal einen Kuchen und Spielzeug geschenkt. Aber nicht nur deswegen ist dieser Tag fest in seinem Gedächtnis verhaftet, sondern vor allem, weil er aus tiefster Überzeugung zum Veganer wurde.

"Absurd und barbarisch"

Er und seine älteren Geschwister River und Rain sahen zu, wie fliegende Fische aus dem Wasser sprangen, als Joaquin auch einige Fischer bemerkte. Jene lösten gerade ihren Fang von den Angeln und schlugen die Tiere gegen eine mit Nägeln gespickte Wand, bis sie verendeten. Eine brutale Szene, die die Phoenix-Geschwister prägte. In diesem Moment, erzählt der 44-Jährige im Interview mit Vanity Fair, dämmerte ihm, dass die Fische, die er zuvor in Venezuela noch gern gegessen hatte, diese hilflos zappelnden Kreaturen waren. "Es war so brutal, so unglaublich intensiv", seiner Mutter habe es vor lauter Tränen die Sprache verschlagen, erinnert sich Phoenix. Zwei Monate später seien alle Familienmitglieder Veganer geworden.

"Ich will einem anderen empathischen Lebewesen keine Schmerzen verursachen", erklärt er seinen Veganismus heute. Für ihn etwas "absolut Offensichtliches", denn wieso sollte man einem Tier "die Babys wegnehmen, es mästen, nur um es dann zu schlachten? Das ist absurd und barbarisch." Er verstünde zudem nicht, wie man diese Brutalität bezeugen und trotzdem unberührt von ihr bleiben kann. Auch der Effekt auf die Umwelt sei ein schlagendes Argument. Phoenix verwendet übrigens auch keine anderen tierischen Produkte, wie zum Beispiel Wolle. Seine Kleidung besteht entweder aus pflanzlichen, oder eben synthetischen Fasern.

Jahrelanges Engagement

Im Laufe der darauffolgenden 41 Jahre arbeitete der "Joker"-Star mit Tierschutzorganisationen zusammen, um das Bewusstsein für Tiermissbrauch zu schärfen und den Veganismus zu fördern. Phoenix ist Mitglied von "In Defense of Animals" und PETA und hat sich bereits für beide Organisationen in verschiedenen Kampagnen eingesetzt. Für seine Arbeit an "Earthlings", einer Dokumentation über die totale Abhängigkeit der Menschheit von Tieren für wirtschaftliche Zwecke, erntete er 2005 sogar den Humanitarian Award des San Diego Film Festivals. Im Juni führte Phoenix sogar einen Protest zum Nationalen Tag der Tierrechte in Hollywood an, bei dem er ein auf einem Hof getötetes Huhn vor sich her trug. Seine Verlobte, US-Schauspielerin Rooney Mara, marschierte ebenfalls mit.