Lebt unter falschem Namen auf Hawaii: Jim Carreys geheimes Refugium

Sein neuer Look bei den 51. César Awards sorgte für Spekulationen. Wie Jim Carrey heute lebt.
Jim Carrey lächelt mit leicht geneigtem Kopf vor einem blauen Hintergrund.

Als Jim Carrey Anfang März mit einem Ehren-César fürs Lebenswerk ausgezeichnet wurde, staunte man nicht schlecht: Der Comedian war kaum wiederzuerkennen - so sehr hat sich sein Gesicht verändert. Im Netz wurde über den Auftritt des 64-Jährigen viel spekuliert. Dass er sich vielleicht unters Messer gelegt haben könnte, nahmen zahlreiche User an. Andere hingegen glauben, es habe sich gar nicht um den "echten" Carrey gehandelt, sondern um einen Doppelgänger. Ja, selbst "Klon"-Verschwörungstheorien machten die Runde. 

Jim Carrey: "Ich existiere nicht"

Tatsächlich wirkte das fröhliche Auftreten des Schauspielers bei den 51. César Awards etwas untypisch, hatte Carrey doch bisher oft eine Aura der Melancholie umgeben; zudem übte der Komiker in der Vergangenheit nicht selten Kritik am Filmgeschäft. Auch seinem eigenen Schaffen stand er stets kritisch gegenüber. So erklärte er etwa in einem Interview mit TIFF: "Ich existiere nicht, das sind alles Charaktere, die ich gespielt habe, einschließlich Jim Carrey."

Die Persona "Jim Carrey" sei eine Figur, die er für die Öffentlichkeit geschaffen habe, und nicht sein wahres Selbst.

Das ganze Interview sehen Sie hier:  

Abgesehen von seiner Rolle als Bösewicht in drei "Sonic the Hedgehog"-Filmen – ein Projekt, das er, wie er selbst zugab, lediglich aus finanziellen Gründen annahm –, hat Carrey seit Jahren in keinem Film mehr mitgewirkt. 

2020 endete seine Zeit bei der Serie "Kidding", während ein Insider gegenüber der Sun nach Carreys Auftritt bei den César Awards erklärte: "Jim bekommt immer noch Angebote. Drei oder vier Filme pro Jahr, manchmal für fünf oder sechs Millionen Dollar, aber er lehnt sie alle ab." 

"Die Branche hat ihn ausgelaugt, er hat die Leidenschaft dafür verloren. Er hat das Gefühl, dass Kreativität und Ausdrucksfreiheit im Filmgeschäft heutzutage sehr eingeschränkt sind, und deshalb sieht er sich nicht mehr in der Filmbranche."

Bescheidenes Leben auf Hawaii

Da wundert es auch nicht, dass sich der kanadisch-US-amerikanische Filmstar gegen ein Leben in Hollywood entschieden hat. Beim Verkauf seines Anwesens in Los Angeles nahm er einen Verlust von 12 Millionen US-Dollar in Kauf - was Gerüchte anheizte, er habe sich für ein Leben abseits des Rampenlichts auf Hawaii entschieden. Hier besitzt der Filmstar ein privates Refugium. 

Seine Villa in Brentwood hatte der "Die Maske"-Star vor gar nicht allzu langer Zeit verkauft. Das Haus kam ursprünglich 2023 für 28,9 Millionen US-Dollar auf den Markt, wurde schließlich aber für "nur" 17 Millionen Dollar verkauft. 

Während sein Vermögen auf 180 Millionen Dollar geschätzt wird, legt Carrey keinen Wert auf Glamour. Insider erzählten der Sun, dass sich der Golden-Globe-Gewinner auf Maui zurückgezogen habe und unter falschem Namen unerkannt bleiben wolle. 

"Manchmal stellt er sich als Josh oder John vor", behauptete eine Quelle gegenüber der Zeitung. "Er gibt nicht viel Geld aus, lebt einfach – er geht spazieren, trinkt stundenlang Kaffee und blickt dabei aufs Meer, liest und schreibt. Er wacht auf, wann er will, isst manchmal zum Abendessen und vergisst oft, welcher Tag ist. Er will einfach nicht mehr Teil dieser Welt sein. Er befindet sich auf einer spirituellen Reise der Selbstfindung und denkt über das Leben und sein Vermächtnis nach."

Die Kunst als neue Berufung

Bereits vor Jahren hat sich Jim Carrey auch als bildender Künstler etabliert und malt intensiv. Die Kurzdoku "I Needed Color" (2017) gibt Einblicke in sein künstlerisches Schaffen. 

"Was du im Leben tust, wählt dich. Du kannst dich entscheiden, es nicht zu tun. Du kannst versuchen, etwas Sichereres zu tun", hört man Carrey darin sagen. Und weiter: "Deine Berufung wählt dich. Als ich wirklich anfing, viel zu malen, war ich so besessen davon, dass ich mich in meiner Wohnung nicht mehr bewegen konnte. Bilder waren überall, sie wurden Teil der Einrichtung."

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