Stars
16.04.2017

Ledger: Neue Enthüllungen über seine letzten Tage

Ein enger Freund erzählt, wie sehr Heath Ledger unter der Trennung von Michelle Williams gelitten hat.

Neun Jahre ist der tragische Tod von Schauspieler

Heath Ledger
nun schon her. Im Rahmen der Veröffentlichung der neuen Doku
"I Am Heath Legder"
zollten Freunde und Familie dem Ausnahmetalent Tribut und sprachen über das Leben des Oscar-Preisträgers. Dabei wurden auch neue Details über Ledgers letzten Tage enthüllt.

Psychisch & physisch am Ende

Gerry Grennell, Dialekt-Coach und ein enger Freund des verstorbenen Stars, der mit ihm seine letzten Tage verbrachte und mit ihm für den Film "Das Kabinett des Doktor Parnassus" zusammenarbeitete, erzählte dem Magazin People, Heath sei "erschöpft" gewesen – "emotional und körperlich."

Der Schauspieler laborierte an einer Lungenentzündung, die er mit rezeptpflichtigen Medikamenten zu behandeln versuchte. Außerdem nahm er gegen den Rat von Freunden und Familie Schlaftabletten ein – eine gefährliche Mischung, die den damals 28-Jährigen am Ende das Leben kostete.

Grennell erinnert sich, dass Ledger in den Tagen vor seinem Tod sehr niedergeschlagen war. Trotz Erschöpfung habe er keine Ruhe gefunden, sei Nacht für Nacht unruhig in seinem New Yorker Apartment auf und ab gegangen.

"Ich hörte, wie er im Apartment umherging und ich wachte auf und sagte: 'Komm schon, Mann, geh zurück ins Bett, du musst morgen arbeiten'", erinnert sich Grennell. Doch Heath habe ihm geantwortet: "Ich kann nicht schlafen, Mann."

Manische Phasen

Derik Murray, Co-Regisseur der neuen Ledger-Doku Derik, erzählte dem Portal news.com.au über den gebürtigen Australier, dass Heath oft durch derart manische Phasen gegangen sein: "Jahrelang hat er gar nicht geschlafen oder hatte nur zwei Stunden Schlaf am Tag."

"Er war verzweifelt und traurig"

Kurz vor seinem Tod hatte sich der Schauspieler von seiner Frau und großen Liebe Michelle Williams getrennt. Das Beziehungs-Aus und die Sehnsucht nach seiner damals zweijährigen Tochter Matilda setzten ihm laut Grennell enorm zu.

"Er vermisste sein Mädchen, er vermisste seine Familie, er vermisste seine kleine Tochter – er war verzweifelt, weil er sie halten wollte und mit ihr spielen wollte", so der Dialekt-Coach über Heaths damaligen Zustand. "Er war verzweifelt-unglücklich, verzweifelt und traurig."

Dass der Tabletten-Mix keine Lösung für seine Probleme war, soll der Mime aber selbst genau gewusst haben.

"Er sagte 'Ich muss aufhören, es hilft nicht, es geht mir nicht gut, ich fühle mich dadurch nur wütender'", verrät sein Freund. "(Anm. Die Tabletten) halfen nicht mit den Beziehungsproblemen, sie haben ihm nicht dabei geholfen, Matilda weniger zu vermissen, sie halfen nicht beim Schlafen – und er wusste das."

Die Dokumentation "I Am Heath" zeigt viele private Aufnahmen des Schauspielers. Ledgers Schwester Kate sieht in der Doku vor allem eine Hommage an seine heute 11-jährige Tochter: "Du kannst ihr Sachen über ihn erzählen, aber du kannst ihr nicht zeigen, wie er sich bewegt und ausgedrückt hat – es ist fast so, als hätte er die Dokumentation selbst gedreht und für sie zusammengeschnitten."

Die Premiere von "I Am Heath Ledger" findet am 23. April beim New Yorker Tribeca Filmfestival statt.