Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Hayden Panettiere: Bittere Beichte über ihre Kindheit

Hayden Panettiere stand im Alter von elf Monaten zum ersten Mal vor der Kamera. Es folgte eine Karriere mit vielen Höhen und Tiefen.
Hayden Panettiere posiert vor einem „Scream“-Poster.

Mitte der Nullerjahre sah es eigentlich so aus, als würde Schauspielerin Hayden Panettiere auf dem besten Weg sein, Hollywood im Sturm zu erobern. Doch dann folgte der Absturz.

Von klein auf vor der Kamera

Bereits im Alter von elf Monaten stand die Tochter der ehemaligen Seifenoper-Darstellerin Lesley R. Vogel und eines Feuerwehrmannes erstmals für einen Werbespot vor der Kamera. Es folgten weitere Werbe-Aufträge. 1997 trat Panettiere mit nur vier Jahren in der Fernsehserie "Liebe, Lüge, Leidenschaft" auf. Einem breiteren Publikum wurde sie durch die Rolle der Maddie Harrington in der letzten Staffel der beliebten TV-Serie "Ally McBeal" bekannt. Für die Rolle der Natalie Scheffer im Spielfilm "Joe Jedermann" wurde Panettiere dann für einen Young Artist Award nominiert. Es folgten zahlreiche Filmengagements.

Mit dem Hollywood Reporter sprach die Ex-Verlobte von Wladimir Klitschko nun über ihre Zeit als Kinderstar - auf die sie nicht ohne Bitternis zurückblickt.

Hayden Panettiere: "Ich habe meine Befehle befolgt"

Panettiere, deren Memoiren "This Is Me: A Reckoning" am 19. Mai erscheinen, behauptet, sie sei schon früh auf eine Karriere im Showbusiness vorbereitet worden - ohne dabei ein Mitspracherecht gehabt zu haben. 

Den Druck, erfolgreich zu sein, würde die heute 36-Jährige, die sich kürzlich als bisexuell geoutet hat, immer noch spüren. "Ich glaube, es liegt an meiner Erziehung. Ich wurde gezielt vorbereitet", erklärte sie. "Ich war wie ein kleiner Soldat, und das war ich schon immer (...). Es hieß immer nur: Hier sind deine Szenen, hier ist dein Dialog, lerne ihn auswendig (...), tu, was der Regisseur dir sagt. Ich habe meine Befehle befolgt", so die Schauspielerin in ihrem neuesten Interview. 

"Mein Leben drehte sich nur um andere"

Panettiere sprach auch darüber, wann ihr klar wurde, dass ihre Vorbereitung auf eine Kinderstar-Karriere "abnormal" war. 

"Als ich anfing, mich selbst durch Drogenmissbrauch zu verletzen, hatte sich mein Bedürfnis, es allen recht zu machen, immer weiter aufgestaut. Es waren Wut, Angst und Frustration", verriet Panettiere, die in der Vergangenheit schon oft über ihre einstigen Suchtprobleme gesprochen hatte. "Mein Leben drehte sich nur um andere, und ich lebte dafür, andere glücklich zu machen. Ich selbst stand dabei immer an letzter Stelle."

Der Druck sei dabei immer größer geworden, bis er schließlich "explodierte" und sie "anfing, nach einem Ausweg zu suchen".

"Manchmal heißt es in der Therapie, dass uns unsere Sucht – ob man es glaubt oder nicht – wahrscheinlich irgendwann einmal gerettet hat", so Panettiere über ihre Probleme. 

Karriere mit vielen Ups- und Downs

Die einst steile Karriere der New Yorkerin war bereits früh zum ersten Mal ins Wanken gekommen.

2009 wurde die romantische Komödie "I Love You Beth Cooper" mit Panettiere verrissen.

Dann landete die damals 17-Jährige ihre erste Hauptrolle in einer Serie: Von 2006 bis 2010 spielte sie in "Heroes" die Rolle der Claire Bennet, eine Cheerleaderin mit Regenerationskräften.

Während Panettiere bei "Heroes"-Fans schnell zum Serienliebling avancierte, machten der Serie schon bald mangelnde Einschaltquoten zu schaffen. Nach dem Start der zweiten Staffel sah sich "Heroes"-Schöpfer Tim Kring sogar gezwungen, sich bei den Fans der Show zu entschuldigen und einzugestehen, dass der Start der zweiten Staffel ein "Fehler" gewesen sei. Er versprach, die Serie noch zu retten. 2010 wurde "Heroes" jedoch nach vier Staffeln eingestellt – nicht ohne der Karriere der beteiligten Schauspieler erheblich zu schaden.

Es folgten weitere berufliche Tiefschläge: 2008 plante die Schauspielerin, als Sängerin durchzustarten und ein eigenes Album zu veröffentlichen. Die Arbeit an der Platte sollte sich jedoch als Zeitverschwendung herausstellen: Aufgrund von Streitigkeiten mit ihrem Musiklabel wurde dieses schließlich abgeblasen. 2013 beschwerte sich Panettiere dann gegenüber Vulture über ihr Label und ihre gescheiterte Popkarriere: "Ich war eine Marionette."

Erst 2012 sollte es wieder vorübergehend bergauf gegen für den einstigen Kinderstar. Da ergatterte Panettiere dank ihres musikalischen Talents die weibliche Hauptrolle in der angesagten Serie "Nashville", wo sie bis 2018 in insgesamt 112 Folgen als Juliette Barnes zu sehen war. Größere Rollen blieben nach dem Finale von "Nashville" aus.

Dafür sorgte das Privatleben der Seriendarstellerin immer wieder für Schlagzeilen.

Kommentare