Weinstein: Quentin Tarantino bricht sein Schweigen

Harvey Weinstein
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Auch Quentin Tarantino nahm nun zu den Vorwürfen gegen seinen Freund Harvey Weinstein Stellung.

Bisher hatte sich Quentin Tarantino (54) zum Sexskandal um Harvey Weinstein (65) nicht geäußert. Für den Regisseur ist die Situation wohl besonders heikel – immerhin arbeitet er seit über 20 Jahren mit dem Hollywood-Produzenten zusammen und ist mit ihm eng befreundet.

Tarantino bricht sein Schweigen

Nun postete Schauspielerin Amber Tamblyn ein Statement in Tarantinos Namen: "In den letzten Wochen war ich bestürzt und todunglücklich über die Enthüllungen, die über meinen Freund Harvey Weinstein ans Licht kamen, mit dem ich seit 25 Jahren befreundet bin. Ich brauche ein paar mehr Tage, um meinen Schmerz, meine Emotionen, meinen Ärger und meine Erinnerungen zu verarbeiten und dann werde ich öffentlich darüber sprechen."

Der Filmemacher soll mit Tamblyn zum Essen verabredet gewesen sein und sie gebeten haben, die Nachricht für ihn zu verbreiten.

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Die Weinstein Company produzierte alle Filme von Quentin Tarantino und war maßgeblich an seinem Erfolg beteiligt. Zuletzt hatte Weinstein im September eine Verlobungsparty für Tarantino und die israelische Sängerin Daniella Pick geschmissen.

"Wir müssen als Gesellschaft zusammenkommen"

Die Liste der Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die von Schauspielerin Rose McGowan ins Rollen gebracht wurde, wird indes immer länger.

Zahlreiche Stars haben sich inzwischen gegen die angeblichen Taten des einst so mächtigen Produzenten und gegen sexuelle Belästigung von Frauen im Allgemeinen ausgesprochen.

Zuletzt forderte Julia Roberts in einem Statement Opfer sexueller Vergewaltigung oder Belästigung auf, sich an spezielle Organisationen zu wenden, um Hilfe und Unterstützung zu erhalten: "Ein korrupter, mächtiger Mann nutzt seinen Einfluss, um Frauen zu missbrauchen und zu manipulieren. Wir haben diese ärgerliche, herzzerreißende Geschichte zahlreiche Male zuvor gehört. Und jetzt geht das schon wieder los. Ich bleibe standhaft, in der Hoffnung, dass wir endlich als Gesellschaft gegen diese Art räuberischen Verhaltens vorgehen, um den Opfern zu helfen, ihre Stimmen und ihre Rettung zu finden und dieses Verhalten für immer zu stoppen."

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(kurier / spi) Erstellt am
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