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Corinna zu Sayn-Wittgenstein

© JP Yim/Getty Images

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09/21/2020

Ex-Geliebte sagt: Juan Carlos ist das Opfer eines Staatsstreichs

Königin Sofía hätte ihren Mann ins Exil gedrängt. Dort lebt er aber mit einer anderen Frau und nicht mit seiner deutschen Ex.

von Susanne Bobek

Die Ex-Geliebte des spanischen Königs beschuldigt die spanische Königsfamilie, einen Staatsstreich gegen Alt-König Juan Carlos verübt zu haben.

Die Unternehmerin Corinna zu Sayn-Wittgenstein (56) war von 2004 bis 2009 die Geliebte des Königs. Juan Carlos, dem Korruption und Geldwäsche vorgeworfen werden, sei das „Opfer“ seiner Ehefrau Sofía (81) und des früheren spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy (65), der den Ex-König „kastrieren und die Monarchie schwächen“ wolle.

Das sagte die Deutsche, die  den Adelstitel nach der Scheidung behielt,  dem französischen Paris Match. „Ihr Plan hat funktioniert. Ich wurde ihre Wallis Simpson, die die Monarchie und den König destabilisierte, obwohl in Wahrheit das eigentliche Übel aus der unmittelbaren Umgebung kam“, sagt die deutsche Geschäftsfrau.

Als Unternehmerin spezialisierte sie sich auf Geschäftsanbahnungen und ist politisch und wirtschaftlich  bestens vernetzt, vor allem im Ölgeschäft. Ihre Firma Apolonia Associates ist im Zusammenhang mit Offshore-Modellen zur Steuervermeidung in den Paradise Papers aufgeführt.

56 Millionen abgesahnt

Die als Corinna Larsen in Bad Soden im Taunus aufgewachsene Deutsche lernte den spanischen König bei einer Jagd kennen und half ihm angeblich, als er eine Ladehemmung hatte. Daraus entstand ein fünfjähriges Techtelmechtel, das sich für die Deutsche ausgezahlt hat. Fast 65 Millionen Euro, aus 100-Millionen-Schmiergeldern für eine Eisenbahnstrecke  in Saudi Arabien soll Juan Carlos auf ihr Konto überwiesen haben.  Der Anwalt Sayn-Wittgensteins bestätigte die Zahlung und sprach von einem „unaufgeforderten Geschenk“, mit dem sich der König für den Beistand während seiner Krankheit habe bedanken wollen.

Elefantenjagd

Corinna zu Sayn-Wittgenstein war im April 2012  bei der Elefantenjagd in Botswana dabei, als sich der König bei einem nächtlichen Sturz die Hüfte brach und dann im Privatjet nach Madrid gebracht wurde.


Damals wurde die Affäre bekannt. Königin Sofía, gewöhnt an die Affären ihres Mannes, kam erst nach einigen Tagen ihren Mann besuchen.
Nach Berichten spanischer Medien teilte Juan Carlos seinen drei ehelichen Kindern Elena, Cristina und dem damaligen Kronprinzen Felipe damals mit, dass er sich von ihrer Mutter Sofía scheiden lassen wolle, um Corinna zu Sayn-Wittgenstein-Sayn zu heiraten. Seine Kinder sollen ihn von diesem Gedanken abgebracht und zur Abdankung gedrängt haben, die 2014 erfolgte.

Die andere Frau

In der Schmiergeld-Sache, die in Spanien  „Wüstenzug-Affäre“ genannt wird,  ermitteln die zuständigen Behörden seit 2018.  Offenbar wurde Juan Carlos heuer von seinem Sohn Felipe gezwungen, ins Exil zu gehen. Anfang August war es soweit. Der emeritierte König weilt  in Abu Dhabi. Seine Zweitfrau seit 40 Jahren, die Spanierin Marta Gayá hat ihn begleitet. Die 71-jährige Möbeldesignerin und der Ex-König kennen sich bereits seit 1978. Die Beziehung zu seiner Frau bestand zu diesem Zeitpunkt ohnehin nur noch auf dem Papier.

Während Marta Gayá noch nie ein Interview gegeben hat, schlachtet Sayn-Wittgenstein ihre frühere Beziehung zum König weidlich aus. Sie behauptet,  vom spanischen Geheimdienst schikaniert und bedroht worden zu sein. Außerdem findet sie: „In einer Krise dieses Ausmaßes hätte die königliche Familie zusammenbleiben müssen.“

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