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08/04/2020

Epstein-Skandal: Neue Aussagen belasten Prinz Andrew schwer

Während das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre in einem Manuskript neue Details über ihr Verhältnis zu Prinz Andrew preisgibt, meldet sich nun eine weitere vermeintliche Zeugin zu Wort.

Die Ermittlungen rund um Prinz Andrew (60) und seine mögliche Verwicklung in den Skandal um Jeffrey Epstein sind noch nicht abgeschlossen. Im November 2019 hatte Andrew aufgrund seiner Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter und den Vorwürfen, die gegen seine Person erhoben wurden, seine öffentlichen Ämter niedergelegt.

Im Missbrauchsskandal um Epstein hatte die US-Amerikanerin Virginia Giuffre behauptet, in den Jahren 2001 und 2002 zu Sex mit dem Prinzen gezwungen worden zu sein. Auch ein Foto, das die damals 17-Jährige zusammen mit Andrew zeigt, belastet den Prinzen. Dieser wies die Vorwürfe jedoch "kategorisch" zurück. "Ich habe keine Erinnerung daran, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht", sagte der Royal in einem Interview mit BBC.

Neue Vorwürfe von Virginia Giuffre

Nun gerät der Brite erneut unter Druck. Virginia Giuffre schildert in einem Buchmanuskript mit dem Titel "The Billionaire Playboy's Club", wie sie als Minderjährige zu Sex mit dem Prinzen gezwungen worden sein soll. Darin geht sie auch ausführlich auf die angeblichen sexuellen Vorlieben von Prinz Andrew ein.

Die Dokumente, in denen das mutmaßliche Opfer beschreibt, wie es von Milliardär Jeffrey Epstein und seiner vermeintlichen Komplizin Ghislaine Maxwell an andere Männer "ausgeliehen" worden sein soll, wurden vergangene Woche im Zuge der Prozesses gegen Maxwell veröffentlicht.

Auch wie es zu ihrer ersten Begegnung mit Prinz Andrew gekommen sein soll, beschreibt die junge Frau in dem Manuskript: Giuffre soll von Maxwell im Jahr 2001 für zwei Tage auf eine Epstein-Ranch geschickt worden sein, um Prinz Andrew "zu unterhalten". Sie habe dafür später 1.000 Dollar erhalten.

Dass es sich bei dem Gast um einen bekannten Royal handeln würde, habe sie zu dem damaligen Zeitpunkt nicht geahnt. "Es stand mir nicht zu, zu fragen", so Giuffre.

"Mein Job war es, ihn zu unterhalten, egal wie. Ob ich ihm meinen Körper bei einer erotischen Massage darbieten musste oder ihn zu einem Reitausflug mitnahm", sagt Giuffre in besagtem Manuskript über ihr vermeintliches Verhältnis zum Prinzen.

Der Prinz habe eine Vorliebe für ihre Füße gezeigt, behauptet Giuffre außerdem. Es habe aber "einen Mangel an Leidenschaft in der Intimität" zwischen ihnen gegeben. "Für ihn war ich nur ein weiteres Mädchen, und für mich war er nur ein weiterer Job", so das mutmaßliche Opfer.

Frau will Andrew mit Giuffre in Nachtclub gesehen haben

Doch nicht nur durch die jüngsten Enthüllungen von Virginia Giuffre gerät Prinz Andrew erneut ins Visier. Eine bislang unbekannte Zeugin scheint nun Andrews Kontakt zu Giuffre zu bestätigen. Eine Frau namens Shukri Walker behauptet gegenüber der britischen Sun, den Royal in Begleitung von Giuffre in einem Nachtclub gesehen zu haben.

Am 10. März 2001 soll sie im Lokal mit dem Namen "Tramp" gefeiert haben, als sie unerwartet auf Andrew gestoßen sei. "Er hatte eine tolle Zeit, er hat viel gelacht. Er saß dabei mit diesem jungen Mädchen zusammen", behauptet die vermeintliche Augenzeugin gegenüber dem britischen Blatt. In Andrews Begleitung will sie Giuffre erkannt haben.

Andrew bestreitet eine Begegnung mit Giuffre vehement. In seinem Verteidigungsinterview mit BBC hatte er angegeben, in besagter Nacht nicht im "Tramp" gefeiert zu haben oder Guiffre überhaupt zu kennen. An das Foto von ihm mit der damals noch minderjährigen Guiffre, das ebenfalls vom 10. März 2001 stammen soll, könne er sich nicht erinnern. Es könnte laut Andrew auch eine Fälschung sein.

"Als ich das Interview sah und wie Andrew die Vorfälle dementierte, wusste ich, dass ich mich bei jemandem melden muss", sagt Walker. "Denn ich war da, und ich erinnere mich ganz genau."

Die Britin soll sich bei bei Giuffres Anwältin Lisa gemeldet haben, die sie mit dem FBI in Verbindung setzte. Laut Bloom sei Walker eine "sehr glaubhafte Zeugin". Das FBI habe die Zeugenaussage allerdings nicht weiter verfolgt.

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